Mercury Browser - Kampf den Platzhirschen!

{Mercury Browser - Kampf den Platzhirschen!} Einzelheiten, Testen, Update

{Mercury Browser - Kampf den Platzhirschen!} Einzelheiten, Testen, Update

Google Chrome dürfte (fast) jeder Android-Enthusiast kennen. Doch neben den Platzhirschen Chrome und Firefox, gibt es auch nennenswerte Alternativen, welche einen längeren Blick wert sind. Einer dieser Vertreter ist unser heutiger Testkandidat Mercury Browser.

Ob es Mercury Browser schafft den Platzhirschen das Revier streitig zu machen, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

Funktionen & Nutzen

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, ist Google Chrome der große Platzhirsch im Android-System. Der Browser, aus dem Hause Google, legt seit knapp 5 Jahren auf dem PC und seit mehr als anderthalb Jahren auf den mobilen Systemen einen Siegeszug hin. Doch unser heutiger Testkandidat hat die Mittel und Funktionen - soviel sei an dieser Stelle schon verraten - um Google Chrome den Platz auf dem ein oder anderen Smartphone streitig zu machen.

Der Mercury Browser profitiert hierbei von einer der ganz großen Stärken Androids. In unserem Lieblingsbetriebssystem ist es nämlich, ganz im Gegenteil zum großen Konkurrenten aus Cupertino, möglich die standardmäßig eingestellten Applikationen, wie den Browser oder die SMS-Applikation, zu verändern. Dadurch kann statt Google Chrome der Mercury Browser als Standard gewählt werden.

Browser1
Das flache Design kann überzeugen und fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Die sehr komfortable Funktion der Verknüpfungen auf der rechten Seite ist nicht für die deutschen Varianten verfügbar! / © AndroidPIT

Schon beim ersten Aufrufen unseres Testkandidaten fällt ein sehr positiver Aspekt der Anwendung auf. Denn der Mercury Browser führt in einer kurzen Galerie in die wichtigsten Funktionen ein. Dies hilft dem unbedarften Nutzer ungemein, um die Unterscheidungsmerkmale im Vergleich zu den Konkurrenz herauszuarbeiten. Trotzdem hätte man die Gestensteuerung beim Wechsel und Löschen von Tabs näher erläutern können, doch dazu später mehr im nächsten Kapitel.

Aus funktioneller Seite kann der Mercury Browser überzeugen. Die Liste mit Verknüpfungen ist übersichtlich und bietet einen schnellen Zugriff auf die täglichen Routine-Webseiten. Das Laden der Seiten geschieht flott und ohne große Verzögerungen. Die Organisation der einzelnen Tabs ist intuitiv und mit den verfügbaren Swype-Gesten stellt sich ein flüssiger Arbeitsablauf ein.
Ein besonderes Augenmerk sollte man jedoch auf die Unterscheidungsmerkmale der Applikation richten. Denn die üblichen Funktionen eines Browsers sind sehr gut gelungen und waren im Testzeitraum kein Grund zur Kritik.

Diese besonderen Funktionen finden sich bei Mercury fast alle in der unteren Menüleiste. Einzige Ausnahme ist hierbei das Auswählen von einem von 12 verschiedenen Suchmaschinen. Beim Lesen der Beschreibung in unserem APP-Center, habe ich mich sehr auf diese Funktion gefreut und war im ersten Moment auch von der Umsetzung erfreut. Der Nutzer kann nämlich zwischen 12 Suchmaschinen auswählen, wobei dieser Begriff nicht ganz der Realität entspricht. Vielmehr handelt es sich um 12 verschiedene Dienste, unter denen zwar auch Suchmaschinen zu finden sind (Google, Yahoo!...), aber auch Vertreter wie Amazon und Wikipedia. In meinen Augen eine sehr gute Funktion, da es den Zusatzschritt über die Google Suche (meist) eliminiert. Leider ist nicht an die deutschen Nutzer gedacht worden und alle Dienste verweisen auf die US-amerikanischen Pendants. Weiterhin besteht keine Möglichkeit diese Dienste händisch auf die deutschen Äquivalente umzustellen. Ein Versäumnis, welches in Anbetracht des möglichen Mehrwerts, besonders schwer wiegt.

Browser2
Viele Funktionen finden sich in der unteren Menüleiste! / © AndroidPIT

Weitere sehr gelungene Funktionen sind die Integration eines Private Mode, des User Agents und der Plugins. Der private Modus dürfte vielen aus Google Chrome und Firefox bekannt sein und kann in manchen Situationen hilfreich sein. Man denke nur an die Weihnachtsgeschenke der Freundin (sofern man früh dran ist). Der User Agent gaukelt den Webseiten andere Geräte vor. Damit kann sich das Gerät als iPhone, iPad oder Desktop ausgeben und somit die jeweiligen Ausgaben der Webseiten aufrufen. Auch diese Funktionen ist sehr hilfreich, wenn die Android-Version der Webseite bestimmte Funktionen nicht anbietet (wie bei manchen Airlines).

Schlussendlich noch ein letzter Einschub zum Thema Plugins. Diese bestehen aus sechs Funktionen, welche dem Nutzer das Leben leichter machen sollen. Dies gelingt besonders dem Reader (welcher eine reine Lesevariante der geöffneten Webseite anzeigt). Andere Plugins wie Translate oder Ad Block habe ich im Testzeitraum fast nie benutzt. Besonders Ad Block verwende ich persönlich aus Solidarität mit den Webseitenbetreibern nicht, doch dies ist rein meine persönliche Meinung.

Leider ist auch der Mercury Browser nicht makellos und lässt einige (aus Chrome und Firefox bekannte) Funktionen vermissen. So sind besonders die Möglichkeiten der Synchronisation sehr eingeschränkt. Hier ginge deutlich mehr, wobei natürlich Google mit dem Fuhrpark aus verschiedenen Diensten einen deutlichen Vorteil besitzt.
Weiterhin fehlte mir die Einstellungsmöglichkeit Webseiten vorab zu laden. Dies ist eine sehr hilfreiche Funktion, welche das Surfen angenehmer gestalten kann. Auch bei der Sicherheit sind viele sehr gute Ansätze vorhanden und Cookies können mit einem Klick gelöscht werden, doch noch detailliertere Funktionen wären auf dem Wunschzettel.

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation von Mercury Browser ist sehr gut gelungen. Das Design wirkt "flach" und nimmt Anleihen am "Karten"-Design verschiedener Google Applikationen. Durch das sehr schlichte Design wirkt auch der Nachtmodus nicht aufgesetzt, sondern sogar elegant.

Der einzige große Kritikpunkt ist, dass die Gesten zum Wechseln der Tabs und zum Löschen dieser, nicht erklärt werden. Mit zwei Fingern wischt man zum nächsten Tab und mit drei wird dieser gelöscht. Leider ist diese Geste, in der Praxis, der Geste von Google Chrome klar unterlegen. Eine Bedienung mit einer Hand kann man de facto ausschließen. Die Gestensteuerung funktioniert hingegen bei der Tablet-Oberfläche sehr gut. 

Speed & Stabilität

Mercury Browser lief im Testzeitraum einwandfrei.

Preis / Leistung

Mercury Browser ist kostenlos verfügbar.

Abschließendes Urteil

Der Mercury Browser ist eine echte Alternative zu den Platzhirschen Chrome und Firefox. Nicht nur die grundlegenden Funktionen setzt die Anwendung sehr gut um. Auch zusätzliche Inhalte wie die Plugins oder den "User Agent", konnten im Testzeitraum überzeugen.

Lediglich die Gesten und die Synchronisierungsmöglichkeiten lassen noch zu wünschen übrig und können nicht ganz mit der Qualität der restlichen Applikation mithalten. Dies ist wohlgemerkt Kritik auf hohem Niveau und eine sehr gute Bewertung ist mehr als gerechtfertigt. 

Mercury Browser - Kampf den Platzhirschen! | herdersa | 5

0 comments :

Post a Comment