Now Playing - Schlichter Musikplayer im schicken Design

{Now Playing - Schlichter Musikplayer im schicken Design} Einzelheiten, Testen, Update

{Now Playing - Schlichter Musikplayer im schicken Design} Einzelheiten, Testen, Update

Es muss nicht immer der vorinstallierte Music-Player auf dem Smartphone oder Tablet sein. Das App-Angebot mit Alternativ-Playern ist enorm und hier finden sich die ein oder anderen Goldstücke, die das Musikhören auf dem Androiden zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Ob sich die App Now Playing für aktuell 0,80 Euro gegen seine zahlreichen Gratis-Konkurrenten durchsetzen kann, erfahrt Ihr hier in meinem Testbericht.

Funktionen & Nutzen

Wenn Ihr auf Eurem Gerät viel Musik habt, lohnt sich ein Blick auf die App Now Playing im klassischen Google-Now-Design. Beim Start der App werden automatisch Eure Alben vom Gerät geladen. Habt Ihr bereits Alben-Cover, werden dieser in einer großen Übersicht unter Alben bereits angezeigt. Mit einem Fingerzeig auf ein Album gelangt Ihr zu den enthaltenen Songs. Habt Ihr die Lieder vorher betitelt, stehen diese nun übersichtlich im googletypischen Kartendesign in der Liste, inklusive Songlänge. Einen Song startet Ihr per Tab, unten erscheint eine Play-Leiste, über die Ihr zum nächsten Song navigieren oder das Lied pausieren könnt.

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Keine Frage: Das Design ist top und passt gut zu anderen Google-Diensten./ © AndroidPIT

Ein langer Tab auf einen Song öffnet ein Kontextmenü. Ihr spielt ein Lied so direkt ab, springt zum nächsten Lied oder verfrachtet es in die Warteschlange. So könnt Ihr bequem durch alle Eure Alben scrollen und einzelne Lieder auswählen, die nach und nach abgespielt werden. Gleichzeitig erstellt Ihr aber über das Kontext-Menü auch Playlisten. Ein Song lässt sich darüber ebenfalls löschen oder direkt als Klingelton verwenden.

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Hier fehlt eindeutig die Option zum Editieren von Titeln und Artisten. / © AndroidPIT

An sich ist das keine schlechte Auswahl - aber: Wo ist die Möglichkeit, Songs, Interpreten und Albentitel umzubenennen? Wer sich nicht vor dem Import der Musikdaten die Mühe gemacht hat, alles feinsäuberlich zu betiteln, schaut hier in die Röhre. Die Funktion gibt es nämlich nicht. Dafür gibt es in den Einstellungen die Möglichkeit fehlende Alben-Cover und Künstlerbilder automatisch über WLAN herunterzuladen. Bei bekannteren Alben funktioniert das auch ganz gut und ohne lange Ladezeiten. Es passiert quasi von selbst. Die Künstleransicht dagegen bleibt komplett leer. Auch über die manuelle Download-Funktion über einen langen Tab auf das Album in der Play-Ansicht passiert nichts. Dazu kommt noch, dass Doppelungen nicht automatisch erkannt werden und Ihr diese manuell löschen müsst.

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Die Künstler-Ansicht bleibt leer. Doppelungen werden leider nicht erkannt. / © AndroidPIT

Zurück zur Übersicht: Die Benutzeroberfläche unterteilt sich in sieben scrollbare Reiter, die Ihr mit Wischgesten erreicht. Ganz links könnt Ihr Eure Playlist einsehen. Eine neue Liste erstellt Ihr allerdings über das Kontextmenü einzelner Songs. Dazu bietet sich die Lieder-Übersicht mit allen Songs an, sonst müsst Ihr immer zu den einzelnen Alben wechseln und Euch Eure Songs umständlich raussuchen.

Im nächsten Reiter sehr Ihr die Albencover kürzlich wiedergegebener Songs - aber nicht die Songs selbst. Weiter geht es mit der Künstleransicht, die in meinem Fall leider auch nach Neustart von Gerät und App immernoch leer bleibt. Automatische Downloads: Fehlanzeige. Nach der Albenansicht geht es weiter nach rechts zu den Liedern. Tippt Ihr hier auf die drei kleinen Punkte oben rechts, könnt Ihr mit einem Fingerzeig alle Lieder mischen und auch sortieren lassen.

Die Sortierfunktion beschränkt sich allerdings nur auf von A- Z und umgekehrt, Jahr, Künstler, Album und Dauer. Eine Genre-Sortierung gibt es leider nicht. Die Genres haben allerdings einen eigenen Menüpunkt, den Ihr mit einem weiteren Wisch nach rechts erreicht. Ganz zum Schluss gibt es eine Suche. Dort könnt Ihr Eure Sammlung schnell und einfach durchsuchen. Das funktioniert gut und zuverlässig.

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Die Suche funktioniert sehr gut. Bei der Sortierfunktion könnte es etwas umfangreicher sein. / © AndroidPIT

Über das kleine Herz oben in der Leiste könnt Ihr Songs direkt beim Abspielen zu Euren Favoriten hinzufügen. In den Einstellungen wählt Ihr optional zur hellen Ansicht ein dunkles Theme aus und aktiviert die Animationen zum Scrollen. Wer das Tablet verwendet, sollte nicht vergessen den Haken bei Use Tablet UI in die Checkbox zu setzen. Viel mehr gibt es hier allerdings nicht zu tun, außer die eingangs erwähnte Aktivierung für automatische Bilder-Downloads.

Now Playing bringt außerdem vier gut designte Widgets mit, über die Ihr auf dem Homescreen immer direkten Zugriff auf Eure aktuelle Wiedergabeliste habt. Leider wird auch hier nicht zu jeder Sammlung ein Albumcover angezeigt, sondern manchmal auch nur das Now-Playing-Symbol. Direkten Zugriff auf die aktuelle Playlist habt Ihr außerdem immer über die Benachrichtigungsleiste und könnt dort bequem zum nächsten Song springen. Einen Equalizer gibt es ebenfalls, dort könnt Ihr den optimalen Sound für Eure Songs einstellen. Ein besonders nettes Feature ist der Sleeptimer. Die App schaltet sich nach der von Euch angegebenen Zeit von alleine aus.

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Im Widget funktioniert die Album-Ansicht nur sporadisch. / © AndroidPIT

Übrigens: In einer früheren Version des Now Players gab es noch eine zusätzliche Funktion, die Songtexte zu Euren Liedern automatisch heruntergeladen hat. Mit einem Wisch nach rechts während des laufenden Songs konnte dieser eingesehen werden. Leider musste die Funktion aus rechtlichen Gründen wieder eingestampft werden. Schade, denn das wäre ein Alleinstellungsmerkmal der App gewesen.

Bildschirm & Bedienung

Insgesamt bringt Now Playing ein schickes User-Interface mit und lässt sich einfach bedienen. Viele Bedienelemente gibt es ohnehin nicht und Ihr gelang mit Wischgesten in die einzelnen Rubriken des Players. Teilweise ruckelt es jedoch, wenn Ihr die Scrolling-Animations eingeschaltet habt.

Speed & Stabilität

Now Playing spielte die Songs zuverlässig und sauber ab. Leider kam es zu mehreren Abstürzen. Bei dem Versuch ein Album aus dem Player zu entfernen, wurde die App einfach beendet. Dass der automatische Download von Künstlerbildern nicht funktionierte, muss an dieser Stelle als Minuspunkt aufgeführt werden.

Preis / Leistung

Now Playing kostet derzeit 0,80 Euro im Google Play Store und enthält keine Werbung oder kostenpflichtigen Zusatzinhalte. Für die Qualität der App mit den genannten Einschränkungen lohnt sich der Kauf jedoch nicht unbedingt.

Abschließendes Urteil

Now Playing bringt in erster Linie ein einfaches und schickes User-Interface auf den Androiden und stellt die eigene Musikbibliothek in ein ansehnliches Format dar. Leider fehlen hier ganz entscheidende Funktionen, wie beispielsweise das Editieren von Künstlern, Albennamen und Songtiteln. Dazu kommt, dass die angepriesene Download-Funktion für Künstlerbilder nicht richtig funktioniert. Weiter sorgen Abstürze für Frust bei der Benutzung. Für eine kostenpflichtige App bietet Now Playing leider keinen ausreichenden Funktionsumfang an und hat an der ein oder anderen Stelle noch Lücken. Vergleichbare kostenlose Anwendungen bringen hier deutlich mehr mit. Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler mit dem nächsten Update noch erhebliche Verbesserungen nachliefern, damit sich der Preis wieder lohnt.

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