Laptop-Tablet-Hybridgeräte mit Intel-Core-Prozessoren im Test

{Laptop-Tablet-Hybridgeräte mit Intel-Core-Prozessoren im Test} Einzelheiten, Testen, Update

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Tablets sind schick, aber eben keine Rechner, mit denen man auch ernsthaft arbeiten kann. Die Windows-8-Hybrid-Notebooks in unserem Test sind dagegen beides: Tablets mit Metro-Oberfläche und gleichzeitig starke Ultrabooks mit Core-CPU.

Unsere sechs Testgeräte, die sogenannten Transformer-Notebooks sind ebenso wie die Transformers aus den Science-Fiction-Filmen echte Verwandlungskünstler. Nur verwandeln sie sich nicht aus einem Auto oder Truck in einen außerirdischen Roboter, sondern aus einem Notebook in ein Tablet und wieder zurück. Einen ähnlichen Trick beherrschen zwar auch iPads oder Android-Tablets, wenn man sie mit einem Keyboard ausstattet, einige Android-Tablets von Asus mit Tastaturdock tragen sogar den Namen Transfomer, sie sind aber trotzdem keine vollwertigen Notebooks.

Denn Apps sind von ihrem Funktionsumfang her kein Ersatz für viele PC-Programme und auch die Unterstützung von Peripheriegeräten ist sehr eingeschränkt. Und Zugriff auf ein lokales Netzwerk gestatten Tablets ohne Windows schon gar nicht. Auch bei der Rechenleistung können sich ARM-Tablets wie das iPad oder Android-Geräte ebenfalls nicht im Entferntesten mit den Windows-8-Hybriden in unserem Test messen.

Acer Aspire P3: Preisgünstiges Core-i3-Tablet mit Bluetooth-Tastatur

Mit einem Preis von knapp 600 Euro ist der 11,6-Zöller Aspire P3 von Acer nicht nur das mit Abstand günstigste Gerät im Test, sein Preis liegt sogar unter dem eines Apple iPad mit Retina-Display und 64 GByte Flash-Speicher. Im Vergleich zu den fünf anderen Windows-8-Geräten im Test hat Acer allerdings auch an der Ausstattung gespart, um diesen Preis zu erreichen. So dient als Prozessor ein Intel Core i3-3229Y mit 1,4 GHz Taktfrequenz. Der Dualcore-Prozessor gehört zur Ivy-Bridge-Familie und verfügt daher über die integrierte HD-4000-GPU, allerdings fehlt ihm die automatische Turbo-Boost-Übertaktungsfunktion der Core-i5- und Core-i7-Prozessoren in den anderen fünf Testgeräten. Dafür ist er mit nur 13 Watt TDP sehr sparsam. Der Arbeitsspeicher und die schnelle Intel-mSA TA-SS D sind mit 2 und 64 GByte Kapazität knapp bemessen. Bei der Messung der Systemleistung belegt der Aspire P3 mit 3090 Punkten im PCMark 7 den letzten Platz im Testfeld. Dafür ist die mit Powermark gemessene Akkulaufzeit mit sechs Stunden recht ordentlich. Auch die 3D-Leistung ist mit 2289 Punkten im 3DMark Ice Storm besser, als man es von einem Core-i3-Rechner erwartet.

Mit einem Gewicht von 775 Gramm ist der 11,6-Zöller Acer Aspire P3 das leichteste Tablet im Test.

Mit einem Gewicht von 775 Gramm ohne Tastaturhülle ist das in ein Alu-Gehäuse gehüllte P3 das leichteste Gerät im Test, mit Keyboard bringt es 1327 Gramm auf die Waage. Ein Touchpad oder Trackpoint ist in dem Smart-Cover mit Bluetooth Keyboard nicht integriert. Daher ist man im Desktop-Modus für die Maussteuerung auch auf den Touchscreen angewiesen. Die Bedien- elemente auf dem Display sind aber gut bedienbar, da das 11,6-Zoll-IPS-Panel mit 1366 x 786 Bildpunkten eine relativ niedrige Auflösung liefert und zudem auf eine 125-Prozent-Skalierung eingestellt ist. 

Wenig praktisch ist, dass der Akku des Keyboards über ein USB-Kabel geladen werden muss, das dabei den einzigen USB-3.0-Port des Tablets belegt. Ein Speicherkartenleser fehlt beim Aspire P3 ebenso wie eine LAN-Buchse. In der Rückwand des Tablets ist eine 5MP-Kamera ohne Blitz eingebaut. Für deren Benutzung muss das Tablet allerdings aus der Tastaturhülle befreit werden, was im Vergleich zu den Geräten von Asus, Fujitsu und Samsung mit ihren Andock- tastaturen eine ziemlich fummelige Angelegenheit ist.

Asus Transformer Book TX300: Schwergewicht mit großem Display

Mit einer Displaydiagonale von 13,3 Zoll und einem Gewicht von 970 Gramm ist das Transformer Book von Asus das größte und schwerste Gerät im Test, mit Tastaturdock bringt es fast zwei Kilogramm auf die Waage, etwa ein halbes Kilo mehr als übliche 13,3-Zoll-Ultrabooks.

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Das Dock ist deshalb so schwer, da hier nicht nur Tastatur und Touchpad untergebracht sind, sondern auch noch eine HDD mit 500 GByte Kapazität und ein zusätzlicher Akku mit 3120 mAh. Der vorsorgt aber nur die Komponenten im Dock mit Energie, die Tablet-Komponente mit dem Core i7 3517U als Prozessor, der 128-GByte-SS D als primärem Massenspeicher und vor allem dem 13,3-Zoll-IPS-Display mit Full-HD-Auflösung werden von einem dort eingebauten 5000-mAh-Akku versorgt. Er sorgt in unserem Test für eine Akkulaufzeit von maximal 5,3 Stunden, wenn im Power4Gear-Hybrid-Utility der Power-Save-Modus aktiviert ist, im Performance-Modus war im Test der Akku bereits nach 3,45 Stunden erschöpft. Allerdings kann der Zusatzakku im Dock den Hauptakku nachladen, wenn der Transformer in den Tablet-Modus geschaltet ist.

Unter dem Keyboard sitzt beim Asus Transformer Book TX300 eine zusätzliche 500-GByte-HDD

Bei der Messung der Systemleistung mit PCMark 7 erzielte der 1350 Euro teure Transformer TX300 mit seinem 1,9-GHz-Ivy-Bridge-Prozessor sehr gute 4246 Punkte. Die Schnittstellen, darunter auch zwei USB-3.0-Ports und eine LAN-Buchse, hat Asus größtenteils im Dock untergebracht, im Tablet ist nur ein Micro-HDMI-Anschluss zu finden. Das IPS-Panel mit Touchscreen spiegelt zwar, liefert aber trotzdem eine sehr gute Qualität. Auch das hintergrundbeleuchtete Keyboard ist sehr gut, das Touchpad angenehm groß.

Das Dock und die Tablet-Rückseite bestehen aus gebürstetem Aluminium und hinterlassen einen ebenso soliden Eindruck wie das Scharnier, in dem das Tablet eingesteckt wird. Das relativ schwere Tastaturdock sorgt für einen sicheren Stand, wenn das Gerät im Notebook-Modus mit Touch bedient wird. Im Dock sitzt auch ein zweites Paar Lautsprecher, die für den besten Sound im Testfeld sorgen. Aber auch die Tablet-Lautsprecher sind gemessen an ihrem Volumen relativ gut.

Dell XPS 12: Convertible mit Haswell-Herz

Im Gegensatz zu den Geräten von Acer und Asus ist der Dell XPS 12 ein Convertible, also ein Notebook, das sich durch ein drehbares Display in ein Tablet verwandeln kann. Das 12,5 Zoll große IPS-Panel mit 1920 x 1080 Bildpunkten ist horizontal drehbar in einem Rahmen aufgehängt und magnetisch arretiert. Der XPS 12 ist mit einem Gewicht von 1,5 kg zwar als Tablet recht schwer, dafür aber als Notebook angenehm leicht. Ein Plus gegenüber den Detachables, also den Tablets mit Dock, ist die bessere Gewichtsverteilung im Notebook-Betrieb.

Der Dell XPS 12 ist das einzige Gerät im Test, das bereits mit einem Intel-Haswell-Prozessor aufwarten kann. Er sorgt vor allem für eine bessere 3D-Performance.

Als einziges Gerät im Testfeld kann das 1400 Euro teure XPS 12 bereits mit einem Core-Prozessor aus der neuen Haswell-Generation aufwarten. Der Core i7-4500U mit zwei Kernen und 1,8 GHz Taktfrequenz kann mit seiner integrierten HD-4400-GPU vor allem bei der 3D-Leistung glänzen: Mit 4714 Punkten im 3DMark Cloud Gate ist er etwa 50 Prozent schneller als ein Gerät mit Ivy-Bridge-CPU und HD-4000-Grafik. Auch bei der Systemleistung belegt der XPS mit 5208 Punkten im PCMark 7 den ersten Rang, allerdings hier nicht mit so großem Vorsprung. 

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Auch bei der Akkulaufzeit kann der XPS 12 mit seiner Haswell-CPU überzeugen, wir messen immerhin mehr als sieben Stunden.Auch die Ausstattung des Dell-Convertibles kann sich sehen lassen: Der Rechner ist mit acht GByte RAM und einer 256 GByte fassenden SS D von LiteOn ausgestattet.

Das 12,5-Zoll-Display ist beim Dell XPS drehbar aufgehängt und kann nicht abgenommen werden.

Zudem hat Dell mit dem Intel Dual Band Wireless-AC 7260 einen WLAN-Controller eingebaut, der bereits den neuen 802.11ac-Standard und zudem noch WiDi unterstützt. Das aus Kohlefaser und Aluminium hergestellte Chassis ist solide, das Glare-Display sehr hell, was die Nutzung unter freiem Himmel etwas einfacher macht. Pluspunkte sind auch das ergonomische Keyboard mit automatisch geregelter Hintergrundbeleuchtung und das große Touchpad. Die Lautsprecher sind fast so gut wie die des Asus Transformer Book.

Fujitsu Stylistic Q702: Business-Tablet mit Zusatzakku im Keyboard-Dock

Der Stylistic Q702 von Fujitsu gehört zur Klasse der Detachables. Das Tablet mit seinem 11,6-Zoll-Display kann mit einem Keyboard-Dock gekoppelt werden, das nicht nur weitere Schnittstellen wie einen VGA - und einen LAN-Anschluss bereitstellt, sondern auch noch einen zusätzlichen Akku enthält, der sogar gewechselt werden kann. 

Anders als beim Asus kann der sekundäre Stromspeicher hier aber auch direkt von der Tablet-Komponente genutzt werden und verdoppelt die Laufzeit des Q702 auf mehr als acht Stunden, das Tablet muss nach vier Stunden wieder an die Steckdose. Als CPU dient hier ein Intel Core i5-3427U mit 1,8 GHz Taktfrequenz. Im Gespann mit vier GByte RAM und einer 128 GByte großen SS D erzielt der Fujitsu im PCMark 7 gute 3810 Punkte. 

Der eigentliche Rechner sitzt beim Fujitsu Stylistic Q702 hinter dem Display, das 11,6-Zoll-Tablet wird für den Notebook-Betrieb im Dock eingesteckt.

Beim 3DMark erzielt der Rechner mit Werkseinstellungen dagegen nur 1717 Punkte, da die GPU auch im Netzbetrieb im Energiesparmodus läuft. Mit der Einstellung Ausbalanciert kommt der Stylistic auf 2025 Punkte, auch das nur ein durchschnittlicher Wert. Das IPS-Panel mit 1366 x 768 Bildpunkten ist mattiert, wirkt allerdings etwas flau. Es reagiert nicht nur auf Touch, sondern erkennt mit seinem N-Trig-Digitizer auch Stifteingaben. Der angenehm große Stift wird bei Nichtgebrauch in dem Keyboard-Dock geparkt.

Am Tablet fehlt eine Halterung für den Stift, aber er kann mit einer Kordel gesichert werden.  Das Keyboard mit gibt beim Tippen zwar etwas nach, bietet dafür aber einen angenehm großen Tastenhub. Mit Dock bringt das Gerät 1680 Gramm auf die Waage. Das Touchpad ist zwar klein, reagiert aber sensibel auf Gesten. Die sehr dünn klingenden Lautsprecher sind nur für Windows-Systemklänge brauchbar. Dafür ist das 1450-Euro-Tablet mit Fingerprint-Sensor und einem kombinierten UMTS/GPS-Modul gut für die Reise gerüstet.

Lenovo IdeaPad Yoga 11s:Kompaktes Ultrabook zum Umklappen

Der Buchstabe s macht beim IdeaPad Yoga 11s den Unterschied: Denn das äußer­lich fast gleiche Yoga 11 war ein Windows-RT-Gerät mit Tegra-3-Prozessor. Das Yoga 11s besitzt zwar auch ein umklappbares 11,6-Zoll-Display mit 1366er-Auflösung und hellem IPS-Panel, im Chassis steckt hier aber ein leistungsstarker Core-i5-Prozessor, und als Betriebssystem dient Windows 8. 

Allerdings ist er mit 1200 Euro auch deut­lich kostspieliger. Der Yoga ist ebenso wie der Dell XPS12 ein Convertible, das Display wird hier aber nicht gedreht, sondern für den Tablet-Modus einfach auf die Rückseite des Geräts geklappt, das Keyboard schal­tet sich dabei automatisch ab. Mit einem Gewicht von 1340 Gramm ist er als Tablet noch einigermaßen benutzbar.

Bei den Benchmarks liefert der mit einem Core i5-3339Y ausgestattete Yoga 11s größtenteils gute Werte, beim PCMark 7 etwa 3783 Punk­te, bei der Akkulaufzeit ist er mit knapp sechs Stunden zwar das Schlusslicht, aber für einen normalen Arbeitstag immer noch ausdauernd genug. Die SSD bietet mit 256 GByte erfreulich viel Platz. Das Keyboard ist trotz des geringen Hubs mit seinen großen Tasten gut bedienbar. Bei der Audioausgabe glänzen die Bässe durch Abwesenheit.

Samsung ATIV Tab 7 XE700T1C-G01DE: Profi-Tablet mit Stift und UMTS

Samsung hat beim ATIV Tab 7 auf einen Zusatzakku im Keyboard-Dock verzichtet.

Neben dem Fujitsu Stylistic Q702 ist das Samsung ATIV Tab 7 das zweite Gerät im Test, das mit UMTS und zusätzlicher StiftTouch bedienung aufwarten kann. Allerdings liefert der Touchscreen mit IPS-Panel hier die Full-HD-Auflösung, und das Gewicht mit Tastatur-Dock ist mit 1600 Gramm etwas niedriger, da hier ein Zusatzakku unter dem Keyboard fehlt. Allerdings bringt das Tablet allein 900 Gramm auf die Waage, daher ist das Gerät im angedocktem Zustand etwas kopflastig und kippt beim Tippen auf den Touchscreen leicht nach hinten. 

Der Wacom-Stift ist etwas klein geraten, lässt sich dafür aber im Tablet unterbringen. Mit S Note ist eine eigene Notiz-App vorinstalliert, die es in ähnlicher Form auch auf den Samsung-Android-Tablets mit Stift gibt. Mit seinem Core i5-3317U liefert auch das 1400 Euro teure Samsung eine gute Leistung. Im PCMark 7 und bei der 3D-Performance liefert er mit 3873 und 2989 Punkten die besten Ergebnis hinter den Core-i7-Rechnern ab.

Auch die Akkulaufzeit ist mit mehr als sechs Stunden ordentlich. Die Qualität des Aluminium-Gehäuses ist ebenso hoch wie die von Keyboard sowie Touchpad. Der Touchscreen spiegelt zwar, ist aber sehr hell und bietet mit seinem IPS-Panel eine sehr gute Bildqualität. Die Schnittstellen, eine USB-3.0-Buchse im Tablet und zwei USB-2.0-Ports im Dock, sind hinter Klappen versteckt. Das sieht schick aus, ist aber nicht unbedingt praktisch. 

Fazit: Das beste Notebook ist nicht gleichzeitig auch das beste Tablet

Wer primär ein leistungsstarkes Notebook sucht, das zwischendurch auch als Tablet dienen kann, der ist mit dem schnellen Dell XPS12 am besten bedient. Als Tablet ist der Testsieger mit einem Gewicht von 1,5 kg auf Dauer allerdings sehr schwer. Die beste Figur als Tablet mit zusätzlicher Notebook-Funktion machen das Fujitsu Stylistic und das Samsung ATIV Tab 7. Das Samsung ist schicker und schneller, liefert dafür aber eine kürzere Akkulaufzeit. Beide bieten eine praktische Stiftbedienung. Das Acer Aspire P3 ist mit 600 Euro nur halb so teuer wie die anderen Tablets, dafür aber auch deutlich schwächer.

Dell XPS 12

© Dell

Platz 1: Dell XPS 12

Der Dell XPS 12 liefert mit seiner Haswell-CPU die beste Performance im Test und auch noch eine lange Akkulaufzeit. Als Tablet ist der Convertible aber recht schwer.

  • Preis: 1400
  • Gesamtwertung: 81 Punkte / gut
  • Preis/Leistung: befriedigend
 
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