{OS X 10.9 Mavericks: bootfähigen USB-Stick erstellen} Einzelheiten, Testen, Update
{OS X 10.9 Mavericks: bootfähigen USB-Stick erstellen} Einzelheiten, Testen, Update
Das kostenlose Mavericks-Update gilt nicht nur für Macs mit der Vorgängerversion Mountain Lion, sondern steht im Mac App Store auch für Anwender zur Verfügung, deren Apple-Rechner noch mit Snow Leopard oder Lion laufen. Für das Upgrade sind somit alle seit 2009 verkaufte Macs qualifiziert.
Laut Apple sind folgende Rechner zu OS X 10.9 Mavericks kompatibel:
- iMac ab August 2007
- Macbook ab 13-Zoll-Unibody-Modell, 2008; ab 13-Zoll-Modell, Anfang 2009
- Macbook Pro ab 13-Zoll-Modell, Juni 2009; ab 15- und 17-Zoll-Modell, Juni 2007
- MacBook Air ab Ende 2008
- Mac Mini ab dritte Generation März 2009
- Mac Pro ab Januar 2008
- Xserve ab Frühjahr 2009
Mavericks aus dem Mac App Store erst sichern
Das Standard-Updateverfahren sieht vor, dass man OS X 10.9 Mavericks aus dem Mac App Store herunterlädt und anschließend installiert. Für die meisten Anwender dürfte diese Option völlig ausreichend sein. Sollen mehrere Macs mit Mavericks aktualisiert werden, kann man das einmal heruntergeladenen Installer-Programm auf einen USB-Stick sichern und auf den Ziel-Macs ins Anwendungsverzeichnis kopieren, um dann das Upgrade auf Mavericks zu starten. Das Kopieren des Installer-Programms klappt allerdings nur so lange, wie noch keine Aktualisierung über eben diese Datei auf dem Mac gestartet wurde. Denn nach einer Mavericks-Installation wird das Installationsprogramm automatisch gelöscht. Man kann dieses zwar erneut aus dem Mac App Store herunterladen, was aber angesichts eines Umfangs von 5,3 GByte entsprechend lange dauern kann.
Anwender, die Mavericks ohne Übernahme von Anwendungen und vorheriger Einstellungen also frisch installieren möchten, benötigen einen startfähigen USB-Stick. Zwar lässt sich das Betriebssystem auch über die Recovery-Partition neu aufsetzen, doch dafür muss es vorher installiert werden. Nach dem Einbau einer neuen Festplatte oder SSD ist es ebenfalls nützlich, wenn man einen bootfähigen Mavericks-Stick zur Hand hat. Ebenso, wenn man Mavericks installieren möchte, ohne dass man auf eine Internetverbindung zurückgreifen kann.
Was wird benötigt?
Nicht alle Macs können von jedem erhältlichen USB-Stick starten. Ein iMac von Mitte 2007, der zwar prinzipiell kompatibel zu OS X Mavericks ist, ließ sich nicht von dem verwendeten USB-Stick Kingston Data Traveller 102 mit 8 GByte Kapazität starten. Ein 2010er Macbook Pro hatte hingegen keine Schwierigkeiten mit dem Stick. Ein weiterer Versuch mit dem iMac und dem Verbatim Store n Go verlief erfolgreich. Wenn also eine der im folgenden beschriebenen Methoden nicht zu einem funktionsfähigen USB-Stick führt, könnte das einfach daran liegen, dass die verwendete Kombination aus Mac und USB-Stick nicht kompatibel ist.
Für die Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks stehen mehrere Methoden zur Auswahl. Im folgenden werden drei davon näher erläutert. Zwei davon kommen ohne Zusatztools aus. Die dritte Variante nutzt hingegen ein Programm zur Erstellung des bootbaren Mavericks-Mediums. Vor Beginn formatiert man den USB-Stick mit dem Festplattendienstprogramm Mac OS Extended (Journaled) mit der Option GUID-Partitionstabelle.
Methode 1:
Apple hat offensichtlich auch erkannt, dass es Situationen gibt, in denen ein startbares Mavericks-Installationsmedium von Vorteil ist. Denn im Setup-Paket aus dem Mac App Store ist ein Tool enthalten, mit dem man eben jenes Medium erstellen kann. Um das Programm auszuführen, startet man zunächst das Terminal und gibt folgenden Befehl ein:
$sudo /Applications/Install\ OS\ X\ Mavericks.app/Contents/Resources/createinstallmedia --volume /Volumes/Name-des-USB-Sticks/ --applicationpath /Applications/Install\ OS\ X\ Mavericks.app/ --nointeraction
Hier der entsprechende Screenshot mit dem Befehl. Statt 109 muss man den Namen des eigenen USB-Sticks eintragen. Im Test hat die Erstellung des USB-Sticks etwa 10 Minuten gedauert.
Methode 2:
Die zweite Variante ist etwas komplizierter. Zunächst navigiert man mit dem Finder ins Programmverzeichnis. Dort öffnet man mit einem rechten Mausklick oder ctrl + Mausklick auf das Mavericks-Setup-Programm das dazugehörige Kontextmenü und wählt Paketinhalt zeigen aus. Anschließend Im Ordner Shared Support wird mit einem Doppelklick das Volume InstallESD.dmg aktivieren. Sieht man den Namen des Volumes nicht, lässt es sich über den Finder-Befehl open /Applications/Install\ OS\ X\ Mavericks.app/Contents/SharedSupport/InstallESD.dmg im Finder öffnen. Anschließend aktiviert man das darin befindliche Volume BaseSystem.dmg mit open /Volumes/OS\ X\ Install\ ESD/BaseSystem.dmg
Jetzt startet man das Festplattendienstprogramm und markiert in der linken Leiste den Eintrag BaseSystem.dmg und klickt auf Wiederherstellen. Als Zielmedium wählt man die Parition des USB-Sticks aus. Anschließend startet man die Wiederherstellung. Nach einigen Minuten sollte der Vorgang abgeschlossen sein. Jetzt muss man auf dem USB-Stick den Alias Packages im Verzeichnis System/Installation löschen und den gleichnamigen Ordner vom Volume InstallESD.dmg auf den Stick ins Verzeichnis System/Installation kopieren. Nach circa 20 Minuten ist die Prozedur abgeschlossen.
Methode 3:
Das Tool LionDiskMaker erledigt die in Methode 2 beschriebenen Einzelschritte automatisch. Es liegt derzeit noch als Beta vor, verrichtet seine Aufgabe aber zuverlässig. Nach dem Start des Programms wählt man lediglich aus, welches Betriebssystem (Mac OS X 10.7 OSX 10.8 oder OS X 10.9) für die Erstellung des USB-Sticks verwendet werden soll. Das Tool versucht die entsprechende Setup-Datei selbst zu finden. Gelingt dies nicht, wählt man das Programm im Ordner Anwendungen manuell aus. Die Erstellung nimmt etwa 20 Minuten in Anspruch.
Methode 1 und 3 gelingen am einfachsten, da die verwendeten Tools ohne große Interaktion die in Methode 2 beschriebenen Einzelschritte automatisieren.
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