{Motorola Xoom 3G} Einzelheiten, Testen, Update
{Motorola Xoom 3G} Einzelheiten, Testen, Update
Motorola möchte mit dem ersten Tablet, welches auf das Betriebssystem Android 3.0 Maßstäbe setzen. Ein Dualcore Prozessor soll dem Betriebssystem die notwendige Geschwindigkeit geben. Weiterhin ist es ein neuerlicher Wettstreit mit Apple. Denn auch das iPad 2 kam praktisch zeitgleich auf den Markt. Ob Motorola mit dem angepassten Betriebssystem von Google eine Chance hat sich auf dem Markt durchzusetzen?
Unter der Haube
Als erstes Tablet mit Dualcore Prozessor (1 GHz Nividia Tegra) ist das Motorola Xoom 3G extra für das neue Android 3.0 entwickelt worden. Die verbesserte Geschwindigkeit ist eines der vorab als positiv beschriebenen Merkmale des Produkts. Anwendungen starten schneller, ansonsten kann jedoch kein großer Unterschied zu anderen Tablets festgestellt werden. Aber das System Android an sich bietet noch einige Vorzüge. Auf dem Startbildschirm gibt es sämtliche gewünschten Informationen auf einem Blick. Animationen und 3D-Effekte werden durch die Verwendung separater Grafikchips deutlich aufgewertet. Dreidimensionale Objekte, eine schicke Regaloptik und eine insgesamt gute Übersicht, lassendas Betriebssystem hervorstechen. Spiele waren beim Verkaufsstart jedoch noch nicht verfügbar.
Der Segen des neuen Betriebssystems stellt sich jedoch erst mit der Zeit ein. Denn wer sich an Android 2.2 gewöhnt hat, der muss sich erst neu zurecht finden. Weder Sensoren, noch Hardwaretasten sind vorhanden, Navigationselemente werden am Bildschirmrand eingeblendet und der Menü-Knopf und die Statusbar wurden eingespart. Dafür ist eine Suche per Spracheingabe möglich. Auch die virtuelle Texteingabe klappt einwandfrei, was nicht zuletzt an der Größe der Tastatur liegt. Umlaute (durch längeres Drücken erreichbar) und Zahlenreihe wurden jedoch eingespart.
Am oberen rechten Rand kann auf die vorhandenen Apps zugegriffen werden. Rechts unten sind, wie von anderen Systemen auch bekannt, die Uhr, das WLAN- und Akku-Symbol. Weitere Einstellungen lassen sich dort ebenfalls vornehmen.
Aussehen und Ansicht
Das Gewicht des Motorola Xoom 3G beträgt 750 Gramm und ist damit sicherlich nicht als leicht zu bezeichnen. Es ist schwerer als das iPad von der Konkurrenz und dies könnte sich als problematisch herausstellen. Die Kunden verlangen oftmals nicht weniger als das Beste. Mit einer Größe von 10.1 Zoll wurde ein ungewöhnliches Format gewählt. Schwierigkeiten bereitet das Lesen. Das Display spiegelt leider stark. Um dem etwas entgegen zu wirken, kann der Helligkeitsregler auf das Maximum gestellt werden. Weiterhin wird eine Auflösung von 1280 x 800 Pixel geboten. Das Format ist 16:10.
Verbaut ist außerdem eine Kamera, die auch für HD-Video-Aufnahmen und den Videochat taugt. Im Prinzip sind es zwei unterschiedliche Kameras. Einmal für das Fotografieren und die Aufnahme von Videos und einmal extra für die Videotelefonie. Es handelt sich um eine 5-Megapixel Kamera. Videos werden mit 720p 1280 x 720 Bildpunkten aufgenommen. Allerdings erreichen die Bilder nur eine mäßig gute Qualität. Auch die Verzögerung vom Druckpunkt bis zur Aufnahme beträgt ungefähr eine Sekunde und ist damit recht lang. Spontane Aufnahmen werden damit praktisch unmöglich. Für HD-Videos ist das Produkt im Prinzip sehr gut geeignet.
Vom Aussehen her ist das Motorola Xoom 3G recht flach und in einem eleganten Schwarz gehalten. Dies scheint derzeit der Standard zu sein. Es ist beliebt, bietet aber auch keine Abwechslung.
Zubehör, Bedienung, Akkulaufzeit und Internet
Mit einem HDMI-Adapter ausgestattet, ist es dem Xoom 3G möglich, seine Inhalte auch auf einem Fernseher zu präsentieren. Die Auflösung ist dabei jedoch auf 1080p beschränkt. Eine Spezialsoftware ist weder dafür, noch für den Austausch mit dem PC notwendig. Es wird lediglich ein Micro-USB-Kabel benötigt.
Von der Anordnung der Symbole und dem Zurechtfinden auf dem Desktop gibt es nach einer Phase der Ein-/Umgewöhnung keinerlei Probleme. Die Multitouch-Steuerung macht dabei schon eher Schwierigkeiten. Beim Drehen, Zoomen und Scrollen vergehen oftmals 1 2 Sekunden, bis das Bild wiederhergestellt ist. Die Bedienung wirkt daher etwas stockend.
Die Laufzeit des Akkus hat bei den Tests recht gut abgeschnitten. Bei einem normalen Betrieb war das Tablet 15,5 Stunden einsatzfähig. Wurde es größeren Belastungen ausgesetzt, kam es immerhin noch auf einen Wert von 7,5 Stunden.
Mit der Verbesserung des Betriebssystems durch Google, ging auch eine Verbesserung der Internetprogramme einher. E-Mail, der Kalender, Musikanwendungen und YouTube wurden allesamt aufgewertet. Weiterhin ist es möglich im Browser Tabs zu öffnen wie am heimischen PC. Auch Flash-Videos können dargestellt werden.
Technische Daten (Auszug) | |
|---|---|
| Prozessor | 10 GHz Dual-Core-Prozessor |
| Arbeitsspeicher | 1GB RAM |
| Speicher | 32 GB Speicher |
| Display | 10,1 Zoll HD-Display 720p |
| Digitalkamera | 5 Megapixel |
| Datenübertragung | SDPA (14 Mbit/s), 11n-W-LAN |
| Gewicht | 730 Gramm |
| Akkulaufzeit | ca. 6,5 Stunden |
| Betriebssystem | Android 3.0 |
Fazit
Jedes Produkt hat Schwächen und Stärken. Als positiv sind beim Motorola Xoom 3G die Geschwindigkeit, die Laufzeit des Akkus und der Browser im Gedächtnis geblieben. Das im Internet auf Flash zurückgegriffen werden kann, ist ebenfalls von Vorteil. Augenfällig ist auch die Größe, die dem des iPad sehr nahe kommt. Die größere Geschwindigkeit ist auf den 2-Kern-Prozessor zurückzuführen.
Negativ fällt die hakelnde Steuerung ins Auge. Auch die Verzögerung bei der Kamera und das Gewicht sind Aspekte, die nicht zu überzeugen wissen. Als Tablet musst du dich immer am Marktführer messen und das ist weiterhin das iPad. Daran kann auch das Motorola Xoom 3G nichts ändern.
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