{Samsung Galaxy Note 3 Test: Benchmark für die Wettbewerber} Einzelheiten, Testen, Update
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Testüberblick Samsung Galaxy Note 3
Tops und Flops
- Tops
- Hervorragendes Display
- Endlich schick und hochwertig
- rasend schnell
- Grandiose Stiftbedienung (+0.5%)
- Gute Kamera
- Großartiger Akku (+0.5%)
- Flops
- Lautsprecher zu schlecht für Rest
Samsung Galaxy Note 3 Test: Benchmark für die Wettbewerber
Das erste Galaxy Note wurde aufgrund seiner ausladenden Maße anfangs belächelt, nach dem Erfolg der ersten beiden Generationen des Stift-Smartlets dürfte der Konkurrenz inzwischen aber längst das Lachen im Halse stecken geblieben sein. Damit sich daran auch bei der neuen Generation nichts ändert, hat Samsung beim Galaxy Note 3 doch kräftig nachgelegt auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Wir erklären im Test, warum das Galaxy Note 3 erneut die Messlatte für große Smartphones ist.
Design & Verarbeitung
Werfen wir einen Blick zurück: Das erste Samsung Galaxy Note erschuf mit riesigem Display und wieder eingeführter Stiftbedienung die Kategorie des Smartlets oder Phablets - eine Mischung aus Smartphone und Tablet. Von vielen anfangs als viel zu groß und unhandlich belächelt, kristallisierte sich schnell eine erstaunlich große Käuferschicht heraus, die offenbar auf genau so große Touchscreens für die Hosentasche gewartet hatte. Der Nachfolger Galaxy Note 2 setzte logischerweise genau auf das gleiche Erfolgsrezept, erweiterte es aber noch. Die Hardware wurde weiter verbessert und erreichte ein höheres Niveau, als das Topsmartphone Galaxy S3. Aber damit nicht genug: Samsung erweiterte die Stiftbedienung und spendierte dem Galaxy Note 2 soviel Zusatz-Software, dass Besitzer des Galaxy S3 verstohlen mit neidvollen Blicken auf das Galaxy Note 2 schielten - zum Glück wurden viele Features später per auch Firmware-Update auch auf das Smartphone gebracht.
Von der Zusatz-Software war natürlich nicht alles sinnvoll, vieles war eher interessant, einiges sinnlos verspielt. Trotzdem zeigte Samsung eindrucksvoll, das Hersteller von Android-Smartphones viel mehr sein können als bloße Hardware-Lieferanten. Der Erfolg gab Samsung auf jeden Fall recht, das Galaxy Note 2 verkaufte sich noch einmal weit besser als das erste Galaxy Note. Womit wir in der Gegenwart wären, denn natürlich bringt ein Hersteller immer einen Nachfolger für ein erfolgreiches Produkt. Dieses Mal geht der koreanische Konzern einen etwas anderen Weg: Samsung hat zugehört und die Kritik der Nutzer von Galaxy Note 1 und Galaxy Note 2 beherzigt. Für das Galaxy Note 3 wurden auch die Hardware, das Design und die Wertigkeitsausstrahlung des Smartlets verbessert.
Im Test: Samsung Galaxy Note 3
Kunststoffrahmen und Metaltasten
Hohe Kunst: Kunstleder mit Kunstnaht | (c) Areamobile
Einer der größten Kritikpunkte an Galaxy Note 1 und Galaxy Note 2 im Test war die Rückseite der Geräte. Denn das Unternehmen verwendete dafür wie bei seinen Smartphones passgenaue, aber grauenhaft dünne und labberige Kunststoffdeckel, die mit filigran erscheinenden Mininasen auf das Gerät geclipst wurden. An der Nützlichkeit dieser Vorgehensweise gab es eigentlich nichts auszusetzen, denn ein dünner Akkudeckel stellt kaum ein Hindernis für Funkwellen dar, ist leicht, robust und günstig. Außerdem ermöglicht diese Einbauart, also mit entfernbarem Akkudeckel, einen einfachen Austausch des Akkus. Das Problem: Wer ein Smartlet für etwa 600 bis 700 Euro kauft, will ein Modell in der Hand halten, das auch nach so viel Geld aussieht. Und da machen einige Geräte der Konkurrenz mit Materialien wie Metall oder eleganten Bauformen in Unibody-Ausführung einfach mehr her. Beim Galaxy Note 2 kommt außerdem noch der Umstand erschwerend hinzu, dass Samsung glattes, glänzendes Polykarbonat für den Akkudeckel verwendet. Das sieht nicht nur wenig hochwertig aus, es fühlt sich teilweise auch rutschig, ja etwas seifig an.
Beim Galaxy Note 3 in unserem Test macht Samsung das besser. Das Design ist wie bei den beiden Vorgängern erneut an das Aussehen des jeweiligen Smartphones angelehnt, beim Galaxy Note 3 ist das das Galaxy S4. Doch das gilt nur für die generelle Bauform und die Front. Hier findet man einen von einem filigranen Chromrand eingefassten Homebutton unter dem Display sowie einen silbernen Hersteller- Schriftzug und darüber ein gewohnt feingliedriges Lautsprechergitter, das ebenfalls in Metalloptik daherkommt. Und obwohl der Platz unter dem Display ohnehin schon nicht sehr groß ist, integriert Samsung neben dem mechanischen Homebutton auch noch zwei Sensortasten in dem schmalen Streifen, die nur bei Bedienung kurz beleuchtet werden. Da das, zumindest solange man mit dem Gerät nicht vertraut ist, schnell zu Rätselraten führen kann, lässt sich diese Zeit von 1,5 Sekunden auf 6 Sekunden oder dauerhafte Aktivität umstellen, solange das Display auch aktiv ist. Im Gegensatz zum Galaxy Note 2 sieht man bei Beleuchtung von Rück- und Menütaste beim Galaxy Note 3 kein hässliches Rastermuster mehr und zumindest bei unserem schwarzen Testmodell scheint auch kein Licht rings um die Symbole durch den Kunststoff.
Viel Platz verschwendet Samsung rings um den Touchscreen nicht. Darum schafft es der Hersteller auch, das neue Modell trotz gewachsenem Display kompakter zu bauen. Zwar wächst das Galaxy Note 3 im direkten Vergleich um ein Zehntel Millimeter in der Länge, dafür schrumpft es aber in der Breite um 1,3 Millimeter und - besonders erwähnenswert - in der Dicke um 1,1 Millimeter. Abgespeckt hat das Gerät auch beim Gewicht. Wog der Vorgänger noch stolze 180 Gramm, die wegen der Gerätegröße aber noch nachvollziehbar waren, bringt das Galaxy Note 3 im Test jetzt nur noch 168 Gramm auf die Waage - ein guter Wert.
Zurückhaltende Kamera-Präsentation
Fühlt sich gut an: Kunstleder mit Struktur
Von innen wie gehabt Polykarbonat | (c) Areamobile
Beim Design gibt es ansonsten besonders auf der Rückseite, aber auch sonst Veränderungen. So zieht sich rings um das Gerät ein chromfarbiger Rahmen, der nicht nur etwas stärker geriffelt ist als etwa beim Galaxy S4, sondern dem man auch erst auf den zweiten Blick ansieht, dass es sich dabei nicht um Metall handelt, sondern um Kunststoff. Bei den beiden Tasten auf den Längsseiten des Samsung Galaxy Note 3 (Power und Lautstärke) ist es genau anders herum - bei ihnen würde man eher vermuten, dass es sich dabei um Kunststoff handelt, hier verwendet Samsung aber tatsächlich Metall. Letztendlich ist das recht egal, denn beide Tasten weisen optimale Druckpunkte und einen angenehmen Tastenhub auf.
Die größte Überraschung wartet hingegen auf der Rückseite des Galaxy Note 3 im Test. Denn hier geht Samsung erstmals einen völlig eigenständigen Weg - folgte die Note-Reihe bislang optisch immer den aktuellen Smartphone-Topmodellen der Galaxy-S-Serie, erhält sie jetzt erstmals Eigenständigkeit. Denn der Hersteller weicht zum Glück endlich von der glatt-glänzenden Rückseite ab und spendiert dem Galaxy Note 3 einen Akkudeckel aus Kunstleder. Was erschreckend altbacken klingt, sieht in Natura richtig gut aus. Mit dem biederen Charme eines Reiseweckers oder dem Billig-Look einer Herrenhandtasche aus den 70er-Jahren hat das Kunstleder beim Galaxy Note 3 nämlich zum Glück nichts zu tun. Stattdessen erinnert das Material in Optik und Haptik an einen hochwertigen Kalender mit Ledereinband - die unechten Steppnähte tun dazu ihr übriges, auch wenn sie am ehesten als Fake identifiziert werden können. Das Design passt hervorragend zum Konzept des Galaxy Note 3 als digitalem Notizblock, und wer sich bei der lederartig weichen Haptik da noch über Billigplastik beschwert, der findet auch Katzenbabys hässlich. Zum Glück sieht das Kunstleder nicht nur gut aus, sondern ist auch noch sehr griffig.
Übermäßige Anfälligkeit für Schmutz oder Kratzer muss man beim Galaxy Note 3 wohl auch nicht befürchten - letztendlich ist Kunstleder nichts anderes als optisch hochwertiger Kunststoff und kann entsprechend einfach mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Widerstandsfähig zeigte sich das Material im Test außerdem, zumindest Kratzversuche mit dem Fingernagel blieben erfolglos und bis zum Ende der Testperiode konnten wir keine Beschädigungen des Materials entdecken. Im Vorfeld gab es aber noch andere Kritikpunkte. So monierten einige unserer Leser die leicht hervorstehende und designtechnisch wieder an ältere Geräte angelehnte Bauform des Kameramoduls. Uns stört das nicht, denn die Erhebung ist kaum wahrzunehmen und mit ihrem filigranen Chromrahmen und dem schlichten Design passt sie in unseren Augen hervorragend zum leichten Retro-Charme der Galaxy-Note-3-Rückseite.
Ein weiterer Kritikpunkt betraf den Micro-USB-Zugang auf der Fußseite des Galaxy Note 3. Hier gab es Beschwerden wegen des neuen, wesentlich breiteren Steckers und des dementsprechend großen "Lochs", was das Design störe. Zugegeben: Ein normaler Micro-USB-Anschluss Typ B, wie er bislang bei fast allen anderen Smartphones verwendet wird, hätte wohl wirklich besser ausgesehen. Aber so schlimm ist der breitere, zweigeteilte Stecker nun auch nicht und er verfolgt ja auch einen äußerst praktischen Zweck: Während derzeit alle anderen Smartphones Micro-USB-Ports mit dem Standard 2.0 verwenden, setzt Samsung wegweisend auf Micro-USB 3.0. Das hat mehrere Vorteile, unter anderem einen fast 10 Mal höheren Datendurchsatz, was man spätestens dann wert zu schätzen weiß, wenn man größere Datenmengen vom oder auf das Handy kopieren möchte. Die Zweiteilung erlaubt außerdem die Weiterverwendung von Micro-USB-Kabeln mit 2.0-Standard, die es inzwischen wohl in fast jedem Haushalt zuhauf geben dürfte - da kann man schon mal die minimalen Abstriche bei der Optik des Galaxy Note 3 im Test in Kauf nehmen.
Display
Viel schärfer geht es nicht | (c) Areamobile
Der Touchscreen des Samsung Galaxy Note 3 ist eine Wucht. Full-HD-Super-AMOLED - das bedeutet im Klartext: 1.920 x 1.080 Pixel auf 5,7 Zoll ergeben eine Pixeldichte von 386 Bildpunkten pro Zoll und da ist es auch völlig egal, das Samsung erneut auf eine Pentile-Matrix setzt, die nominell weniger Subpixel bereitstellt - wer sich darüber beschwert, der muss Augen wie ein Elektronenmikroskop haben. Die Bildschärfe ist schlicht und ergreifend phänomenal, der Fortschritt der Displays von Galaxy Note 2 und Galaxy Note 3 ist nicht nur bei der 0,2 Zoll größeren Bilddiagonale zu sehen, sondern eben auch bei der Schärfe. Das bedeutet nicht, dass das Galaxy Note 2 unscharf ist, aber dort kann man bei genauem Hinsehen immer noch eine leichte Unschärfe erkennen. Beim Galaxy Note 3 im Test ist das für das menschliche Auge einfach unmöglich. Bestnoten gibt es wie von AMOLED gewohnt auch bei Farbsättigung und Schwarzwert, auch die Blickwinkelstabilität ist bravourös.
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