{HTC Desire 500 Test: Das Wunsch-Smartphone für den kleineren Geldbeutel} Einzelheiten, Testen, Update
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Testüberblick HTC Desire 500
Tops und Flops
- Tops
- Gute Kamera
- Auswechselbarer, ausdauernder Akku
- Flops
- Wenig Speicher für Apps und Spiele
- Geringe Display-Auflösung
HTC Desire 500 Test: Das Wunsch-Smartphone für den kleineren Geldbeutel
Das englische Wort "Desire" lässt sich im deutschen am besten mit Begehren übersetzen. Mit den Geräten der Desire-Smartphones-Serie will der taiwanische Hersteller HTC vor allem die Kauflust preisbewusster Nutzer wecken. Ab sofort auch mit dem HTC Desire 500 als jüngstem Vertreter der HTC-Desire-Serie, der Quad-Core-Antrieb, eine 8-Megapixel-Kamera und die neue HTC-Sense-Version 5 mit Blinkfeed und Video-Highlights mitbringt. Areamobile hat im Test geprüft, ob das HTC Desire 500 Wunsch-Smartphone oder Blender ist.
Design, Verarbeitung und Display
Anders als die neuen Geräte der HTC-One-Serie kommt das HTC Desire 500 nicht in einem edlen Alu-Gehäuse, sondern in einer Kunststoff-Umhüllung daher. Stirnseiten, Ecken und Rückschale des Gehäuses sind leicht gerundet, so dass das 9,9 Millimeter dicke und 124 Gramm schwere Gerät angenehm in der Hand liegt. Leider ist die Oberfläche der Rückschale glatt, glänzend und - bei schwitzigen Händen - etwas rutschig. Das Gehäuse unseres HTC-Desire-500-Testgeräts ist in Weiß mit schwarzer Display-Einfassung (Bezel) und blauem Rahmen gehalten, was dem Gerät ein frisches, sportliches Aussehen verleiht.
Drei Design-Details des HTC Desire 500 im Test verdienen besondere Erwähnung: Raffiniert wirkt die seitliche Tastenwippe für die Lautstärkeregulierung: Die Tastenwippe zum Lauter- bzw. Leiser-Stellen von Tönen ist in den blauen Gehäuserahmen eingearbeitet, wird aber in ihrer Mitte durchbrochen. Dieses spielerische Element wirkt raffiniert und ist ein echter Hingucker. Zweite Besonderheit ist der Absatz an der oberen Display-Kante, deren Geheimnis erst beim Öffnen des Gehäuses des HTC Desire 500 gelüftet wird. Die Rückschale mit dem feinen Lautsprecher-Grating, das an das HTC One X und das HTC One S erinnert, lappt an dieser Stelle über und bildet so eine Art Einschub für den restlichen Handy-Korpus.
Display | (c) Areamobile
Rückseite mit Kamera | (c) Areamobile
Rahmen mit Tastenwippe | (c) Areamobile
Zum Abnehmen der Rückschale, um beispielsweise die Micro-SIM-Karte einzulegen, die microSD-Karte auszuwechseln oder bei längerer Nutzung den Akku austauschen, müssen die Fingernägel an der unteren Stirnseite des HTC Desire 500 zwischen die Display-Einfassung und den Rand der Rückschale gezwungen werden - das erwies sich im Test als ganz schöne Fummelarbeit, weil es keine spezielle Aussparung zum Öffnen des Gehäuses gibt. Außerdem leidet der erste Eindruck vom HTC Desire 500, wenn man die dünne und flexible Plastik-Deckelung in der Hand hält. Allerdings öffnet man das Smartphone-Gehäuse ja auch nur selten.
Und drittens hat das Gerät eine LED-Leuchte, die ähnlich wie ein Blackberry den Nutzer auch bei ausgeschaltetem Display über neue Mitteilungen, anstehende Termine oder verpasste Anrufe informiert. Weitere Eindrücke vom HTC Desire 500 im Test liefert euch unser Hands-on-Video:
Der TFT-LCD-Touchscreen des HTC Desire 500 im Test ist mit einer Diagonalen von 4,3 Zoll ausreichend groß, um komfortabel auf Websites zu surfen, News und Mitteilungen zu lesen oder Videos anzuschauen. Zwar löst das Display nur mit 800 x480 Pixel auf, doch mit einer Pixeldichte von 217 PPI ist es immer noch ausreichend scharf für herkömmliche Smartphone-Anwendungen. So kleine Texte wie auf dem 1.280 x 720 Pixel Bildpunkte darstellenden Super-LCD des HTC One Mini lassen sich auf dem HTC Desire 500 im Test jedoch nicht mehr ablesen. Außerdem ist das Display des Desire-Smartphones nicht ganz so hell und kontrastreich wie beim HTC One Mini. Bei Blickwinkelstabilität und Farbwiedergabe ist es jedoch dem Bildschirm des mindestens 120 Euro teureren HTC One Mini ebenbürtig. Der Touchscreen reagiert prompt und zuverlässig auf Fingereingaben - Standard bei modernen Smartphones.
Multimedia: Kamera, Musik und Speicher
Die Kamera des HTC Desire 500 löst 8 Megapixel auf und besteht unter anderem aus dem dedizierten HTC-Image-Chip, der beispielsweise auch im HTC One X steckt, einem BSI-Sensor, einer großen f/2.0-Blende und einem 28-Millimeter-Weitwinkelobjektiv. Zudem wird sie für Schnappschüsse von Motiven im Nahbereich unter schlechteren Lichtverhältnissen von einem LED-Fotolicht unterstützt. Das weckt Erwartungen, die im Test des HTC Desire 500 nicht enttäuscht werden: Mit der Kamera des Desire-Smartphones geschossene Fotos bei hellem Tageslicht wirken recht scharf und zeigen Deteils sowie eine gute, wenn auch nicht überragende Bilddynamik. In dunklen Bildbereichen tritt nur mäßig Bildrauschen auf, ansonsten ist es so gut wie gar nicht zu sehen. Für spontane Fotos unterwegs zum Teilen mit Freunden in sozialen Netzwerken oder als Erinnerungsfotos reicht die Kamera des HTC Desire 500 locker aus und auch Drucke davon sind in normaler Größe kein Problem.
Testfotos, aufgenommen mit ...
... der 5-Megapixel-Kamera ...
... des HTC Desire 500 | (c) Areamobile
Richtig beeindruckend ist die lange Liste an Kamera-Funktionen, die HTC mit der Benutzeroberfläche Sense 5 auf das Desire 500 gebracht hat: Die Einstellmöglichkeiten reichen von einem (Software-basierten) Bildstabilisator über HDR- und Panorama-Modi bis hin zu verschiedenen Aufnahme-Szenen. Außerdem gibt es manuelle Einstellmöglichkeiten für Belichtung, Kontrast, Farbsättigung, Schärfe und ISO-Zahl sowie einen Selbstauslöser, eine Serienbildfunktion, Gesichts- und Lächelerkennung und eine Rasteranzeige über dem Motiv auf dem Smartphone-Display. Für Videoaufnahmen können Nutzer des HTC Desire 500 die Auflösung allerdings nur auf bis zu HD-Qualität von 720p festlegen, dafür aber auch den Fokus fixieren und einen Zeitlupen-Modus wählen. Die Frontkamera des HTC-Handys für Videotelefonate oder Selbstporträts löst 1,6 Megapixel auf und erlaubt ebenfalls 720p-Videoaufnahmen.
Testfoto ohne HDR | (c) Areamobile
Testfoto mit HDR | (c) Areamobile
Umso erstaunlicher, dass HTC auch bei Sense 5 im Musikplayer keine Equalizer-Profile zur Klangoptimierung anbietet - beim Musikhören mit einem Headset muss sich der Nutzer mit dem vorgegebenen Beats-Audio-Klang begnügen, wobei zum Lieferumfang natürlich keine teuren Beats-Kopfhörer, sondern schlichte kabelgebundene HTC-Kopfhörer gehören. Der Sound ist aber trotzdem angenehm ausgewogen und voluminös, die Lautstärke kann laut genug hochgeregelt werden.
Für das Musikhören über den Lautsprecher, der rückseitig angebracht ist und schon der durch bloßes Ablegen des Handys auf der Rückseite fast komplett zum verstummen gebracht werden kann, so dass nur noch ganz leise und dumpf Töne durchdringen, gibt es ebenfalls keine Klangeinstellungen. Der Sound ist ordentlich, aber erwartungsgemäß etwas blechern und kann nicht wirklich laut gedreht werden. Wer seine auf dem HTC Desire 500 gespeicherten Songs raumbeschallend abspielen möchte, kann die Musik per Bluetooth oder Via Wlan mit DLNA auf kompatible kräftigere Abspielgeräte wie etwa die Stereoanlage oder den PC streamen.
Beats Audio und Lautsprecher | (c) Areamobile
Mitgelieferte Kopfhörer | (c) Areamobile
Kamera | (c) Areamobile
Denn der BoomSound-Lautsprecher ist hier nicht mit an Bord, das gilt ebenfalls für das Kamera-Feature HTC Zoe zum Anlegen "lebender" Fotoalben, die dreisekündige Video beinhalten.
Zur Ablage von Fotos, Videos und Musik und anderen persönlichen Daten und Dokumenten bietet das HTC Desire 500 im Auslieferungszustand gerade mal 2 Gigabyte im internen Speicher. Das ist sehr wenig, zumal hier auch noch Apps und gegebenenfalls Spiele Platz finden sollen. Per microSD-Karte kann zumindest der Speicherplatz um bis zu 64 Gigabyte ausgebaut werden - da passt auch eine größere Musiksammlung drauf.
System: Hardware, Software und Bedienung
Im Inneren des HTC Desire 500 im Test verrichtet der neue Qualcomm-Chip Snapdragon 200 mit vier auf 1,2 Gigahertz getakteten Krait-Kernen, Adreno-203-GPU und Anbindung an einen 1 Gigabyte großen Arbeitsspeicher seinen Dienst. In Benchmark-Tests bleibt das HTC Desire 500 logischerweise nicht nur hinter Highend-Geräten wie dem HTC One, sondern auch besseren Mittelklasse-Smartphones wie dem vom Quad-Core-Prozessor Snapdragon 400 mit 1,5 Gigahertz angetriebenen HTC One Mini zurück. Und zwar überall - egal ob CPU, GPU-, Speicher- uoder Javscript-Benchmarks.
| HTC-Handys im Benchmark | HTC Desire 500 mit Android 4.1.2 | HTC One Mini mit Android 4.2.2 |
|---|---|---|
| Antutu | 10.852 Punkte | 11.440 Punkte |
| Quadrant | 5.122 Punkte | 6.623 Punkte |
| Vellamo Metal | 388 Punkte | 611 Punkte |
| Vellamo HTML5 | 1.647 Punkte | 2.273 Punkte |
| 3D Mark Ice Storm | 3.300 Punkte | 4.883 Punkte |
| GXFBench | 23.0 fps | k.A. |
| Sunspider | 2.162 ms | 1.442 ms |
Doch Benchmarks liefern nur Anhaltspunkte zur Einschätzung der Performance eines Geräts. Im Alltag erweist sich die Antriebskombination des HTC Desire 500 als durchaus tauglich. Ruckler oder Hänger treten beim Navigieren im Menü, Scrollen in Menülisten oder Öffnen von Apps nicht auf. Auch ein grafisch anspruchsvolleres Spiel wie Temple Run 2 läuft auf dem HTC Desire 500 absolut flüssig. Insgesamt setzt das Desire 500 bei der Bedienung keine neuen Bestmarken, aber gibt sich definitiv auch keine Blöße.
Als Betriebssystem ist auf dem HTC Desire 500 im Test Android 4.1.2 Jelly Bean mit der Oberfläche Sense 5 mit den besonderen Features Blinkfeed und Video-Highlights installiert. Außerdem hat HTC die Android-typischen Standard-Anwendungen - darunter auch der Assistenzdienst Google Now und der neue Android-Gerätemanager zur Remote-Ortung des Handys und zum Löschen der Daten im Verlustfall - um Facebook- und Twitter-Apps, ein Office-Paket von Polaris, einen PDF-Viewer, ein FM-Radio, Dropbox, einen Automodus und eine Kinderschutzfunktion ergänzt. Der Newsfeed Blinkfeed auf dem Homescreen lässt sich bei Bedarf zur Seite schieben, um zu den weiteren Homescreen-Seiten mit Widgets und Verknüpfungen zu gelangen. Das Hauptmenü, in dem die Apps einzeln platziert oder in Ordnern nach Themenbereichen gesammelt sind, wirkt schön aufgeräumt und übersichtlich.
Genervt hat uns im Test des HTC Desire 500 lediglich ein Sync-Problem zwischen Facebook und HTC Sense, für das wir partout keine Lösung finden konnten. So wurde immer wieder im Benachrichtungscenter auf ein Authorisierungsproblem hingewiesen - in diversen Internet-Foren schildern Nutzer von HTC-Geräten das gleiche Problem. Sobald wir ein Patentheilmittel finden, beschreiben wir es an dieser Stelle.
Blinkfeed | (c) Areamobile
Hauptmenü | (c) Areamobile
Browser | (c) Areamobile
Leider deutet einiges darauf hin, dass HTC für das Desire 500 kein Update auf Android 4.2 oder Android 4.3 anbieten wird - zumindest hat der Hersteller dieses Gerät bislang nicht im Zusammenhang mit Upgrades auf neuere Jelly-Bean-Versionen erwähnt. Was entgeht den Nutzern an bislang möglichen Anwendungen und Funktionen, wenn es für das HTC Desire 500 kein Update auf Android 4.2 oder 4.3 geben wird? Unter anderem ein über die Benachrichtungsleiste erreichbares Schnelleinstellungsmenü, das Kamera-Feature Photo-Sphere für 360-Grad-Panoramabilder, Unterstützung des Bluetooth-Low-Energy-Profils für Smartwatches, Fitnessbänder etc. sowie eine stromsparendere Wlan-Ortung.
Telefon-Funktionen und Akku-Laufzeit
Die Sprachqualität des HTC Desire 500 ist kein Genuss, aber ausreichend gut für verständliches mobiles Telefonieren. Hintergrundrauschen ist kaum zu hören, Stimmen werden allerdings etwas dumpf übertragen. Für mobile Datenübertragungen unterstützt das HTC Desire 500 UMTS mit HSDPA zwar nur mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downstream, doch das reicht für die meisten gängigen Smartphone-Anwendungen aus - nur für datenintensivere Anwendungen wie HD-Videostreams oder für das Online-Gaming ist das nicht empfehlenswert. Der Datenaustausch mit anderen Geräten klappt via Bluetooth, Wlan mit DLNA oder NFC.
Ohne Rückschale | (c) Areamobile
Akku| (c) Areamobile
Adapter | (c) Areamobile
Laut Hersteller soll der 1.800 mAh starke Lithium-Polymer-Akku für eine Sprechzeit von bis zu 12,5 Stunden oder eine Standby-Zeit von bis zu 435 Stunden im UMTS-Betrieb sorgen. Im Alltag hält das HTC Desire 500 solide zwei Arbeitstage mit einer Akku-Ladung durch. Durch Aktivieren des Energiesparmodus in den Systemeinstellungen lässt sich die Betriebszeit des Handys bei geleertem Akku noch etwas verlängern, wenn auch nur mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Fazit
Das HTC Desire 500 ist ein richtig gutes Smartphone für Nutzer mit dem etwas kleineren Geldbeutel. Mit einem wesentlichen Makel: dem gering bemessenen internen Speicher für Apps und Spiele. Auch für das Fehlen eines Equalizers im Musikplayer gibt es Punktabzüge. Die vergleichsweise geringe Auflösung des Displays reicht immer noch aus und die nominell schwächere Grafikeinheit gab sich im Test des HTC Desire 500 zumindest im Alltag keine Blöße. Dafür punktet das neue Desire-Smartphone mit ausdauerndem und auswechselbarem Akku, guter Kamera und frischem Look.
Verfügbarkeit und Alternativen
Vereinzelt haben erste Händler das HTC Desire 500 schon auf Lager. Eine breite Verfügbarkeit des Handys in den Läden wird jedoch erst in der zweiten September-Hälfte gegeben sein. Die UVP des Herstellers liegt bei 279 Euro ohne Vertrag. Online-Händler bewerben das HTC Desire 500 für Preise ab etwa 250 Euro. Das edlere und besser ausgestattete HTC One Mini kostet mindestens 150 Euro mehr.
Die Frage nach guten Smartphone-Alternativen zum HTC Desire 500 lässt sich seit wenigen Tagen ganz einfach beantworten: Nexus 4 - zumindest solange es noch verfügbar ist. Es bietet leistungsfähigere Hardware, ein größeres und schärferes Display, schnellere mobile Datenverbindungen und die aktuelle Android-Version mit klassischer Oberfläche. Google bietet seit einer massiven Preissenkung im Play Store das mit Android 4.3 laufende Quad-Core-Smartphone mit 4,7 Zoll großem HD-Touchscreen und - je nach Ausführung - 8 oder 16 Gigabyte Speicherkapazität für 199 bzw. 249 Euro an. Nur auf die Sense-Features von HTC muss der Käufer dieses Geräts verzichten.
Wer ein preisgünstiges Smartphone mit viel Speicherkapazität sucht, sollte sich das mit Android 4.1 laufende und mittlerweile für Preise ab 250 Euro erhältliche LG Optimus 4X HD mit bis zu 82 Gigabyte Fassungsvermögen anschauen - eines der am meisten unterschätzten Smartphones der vergangenen Jahre.
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