{Aufreger der Woche: Ich will endlich Minis mit Sex-Appeal!} Einzelheiten, Testen, Update
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Manchmal kommen wir bei AndroidPIT an einen Punkt, wo wir uns richtig aufregen. Dann brechen alle Dämme, dann muss alles raus. Der Frust unserer Redakteure bekommt mit dem Aufreger der Woche eine Plattform. Subjektiv, einseitig und ohne Blatt vor dem Mund. Heute ist Johannes dran, und er hat mächtig Wut im Bauch.
Das schwarze Loch
Als Android-Nutzer wähnt man sich im Paradies. Zig Hersteller, hunderte Modelle, da ist doch für jeden was dabei! Oder? Nicht ganz, denn da, wo kleine Geräte mit High-End-Hardware sein sollten, klafft ein großes, pechschwarzes Loch in der Form eines angebissenen Apfels. Klar, die Technik wird immer besser und die Displays werden immer größer. Aber denkt vielleicht auch mal jemand an die Leute, die kein kleines Tablet, sondern einfach ein Top-Telefon wollen, das ihnen nicht die ganze Hosentasche ausbeult? Schließlich tragen nicht alle Baggy Pants.
Klar, Riesendisplays sind sicher toll, und sie eignen sich auch hervorragend zum Angeben, als Schwanzvergleich der digitalen Generation: Ich hab den größten Bildschirm! Aber alle, die weniger als viereinhalb Zoll und trotzdem Top-Specs wollen, werden von den Android-Herstellern mutwillig in die Arme von Apple getrieben. So sieht es doch aus! Top-Telefone in der Größe gibt es bei Android nicht. Fehlanzeige!
Nicht drin, was drauf steht
Als Samsung mit dem S3 Mini kam, dachte ich noch: Na also, gute Idee! Doch die Umsetzung war nicht mehr als ein schlechter Witz. Außen hui, innen pfui. Seitdem weiß ich: Wo Flaggschiff drauf steht, ist nicht gleich Flaggschiff drin. Aber halt: Das ist nicht der nächste Samsung-Bash, die Koreaner zeigen schließlich Mut zur Innovation, siehe Mini, Note, Beam, Zoom, Active oder Round. Hier geht es um das Prinzip Mini, und das haben auch die anderen nicht begriffen. Schaut Euch doch nur das HTC One mini an: Das sieht aus wie das One, doch unter der Haube herrscht Mittelklasse-Tristesse. Und LG oder die ganzen anderen? Von denen kommt nichts. Nada. Niente.
Das Prinzip Minirock
Liebe Mini-Macher, ich glaube, Ihr habt da etwas gründlich falsch verstanden. Als die Miniröcke aufkamen, war es eine Revolution. Halb so viel Stoff, doppelt so viel Hinguck-Faktor. Weniger ist mehr, der Inhalt war schließlich derselbe. Bei Smartphones aber meint Ihr, bei halb so viel Gehäuse auch nur halb so viel rein packen zu müssen. Aber dann geht die Rechnung nicht auf, dann heißt es nämlich: Weniger ist weniger. Und der Hinguck-Faktor ist auch dahin.
Nehmt Euch mal ein Beispiel an Sony, die verstehen das Mini-Rezept. Das Z1 f ist so etwas wie der Minirock der Smartphones. Sexy, klein und mit der gleichen Technik wie das Z1. Chapeau, Sony! Aber ganz ehrlich: Warum zur Hölle kommt das Z1 f nur nach Japan und nicht nach Deutschland? Was soll das? Der Grund ist leider einfach: Die Minis sind hierzulande erfolglos, sie verkaufen sich nicht.
Symptom und Ursache
Aber die Frage ist doch: Warum wohl? Wollen die Leute etwa keine kleinen Smartphones? Oder haben sie vielleicht einfach keine Lust, sich einen Bären aufbinden zu lassen? Der schlechte Absatz ist nur das Symptom, die Ursache liegt woanders, in Leuten wie mir: Sie lecken sich die Finger nach dem kleinen Kraftpaket, haben aber keine Lust, sich für dumm verkaufen zu lassen.
Liebe Smartphone-Hersteller, wagt den Schritt! Bringt endlich auch mal Top-Geräte mit kleinen Bildschirmen. Richtige Minis, keine verkrüppelten Pseudo-Minis. Ich bin mir sicher, sie würden sich gut verkaufen - bei uns im Forum sind übrigens einige der selben Ansicht. Und ganz nebenbei hättet Ihr noch einen Trumpf auf der Hand: Einen echten Konkurrenten zum iPhone.
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