{Alcatel One Touch Star Test: Android-iPhone mit zwei SIM-Schächten} Einzelheiten, Testen, Update
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Testüberblick Alcatel One Touch Star
Tops und Flops
- Tops
- Günstiger Preis
- Auch als Dual-SIM-Lösung erhältlich
- Flops
- Miese Kamera-Software (-1.0%)
- Nur 4 Gigabyte interner Speicher
- 512 Megabyte RAM
Alcatel One Touch Star Test: Android-iPhone mit zwei SIM-Schächten
Alcatel war das nicht mal ein französischer Handy-Hersteller? Richtig. Doch inzwischen steckt der chinesische Konzern TCL hinter der Marke. Der will jetzt mit neuen Android-Smartphones mit gehobener Ausstattung auch in Europa angreifen. Wir haben im Test des Alcatel One Touch Star untersucht, was der Hersteller zu bieten hat.
Design, Verarbeitung und Display
Och nö, nicht schon wieder ein iPhone-Clon - das war einer der ersten Gedanken, als das Alcatel One Touch Star in der Redaktion eintraf. Doch damit tut man dem kleinen Androiden Unrecht. Klar, das Gerät erinnert frontal tatsächlich etwas an ein iPhone 4(s) und auch bei anderen Teilbereichen wurden geschickt Anleihen bei Modellen anderer Hersteller genommen. Etwa bei der Chrom-eingefassten Kameralinse, die an einige Samsung-Smartphones erinnert. Aber sei es drum - insgesamt ist das Alcatel One Touch Star durchaus gelungen, auch wenn es komplett aus Kunststoff besteht.
Im Test: Alcatel OneTouch Star
Die Verarbeitung ist gut
Schickes Design - trotz Kunststoff | (c) Areamobile
Das dürfte komplett dem Preis für das Alcatel One Touch Star geschuldet sein, denn der liegt derzeit bei deutlich unter 200 Euro. Da macht es auch nichts, dass der gute Eindruck beim Anfassen etwas verfliegt. An mangelnder Qualität liegt das nicht, denn zwar gibt es leicht unterschiedliche Spaltmaße, aber insgesamt kann man über die Verarbeitungsqualität nicht meckern. Vielmehr sieht der Kunststoff wie gebürstetes Metall aus - und genau das erwartet man dann eben auch. Sei es drum, dafür wiegt das Gerät trotz zweier SIM-Kartenschächte gerade einmal 120 Gramm und liegt insgesamt gut in der Hand.
Leichte Abstriche muss man beim Display machen. Zwar ist es durchaus erstaunlich und lobenswert, dass Alcatel - pardon: TCL - sich trotz des niedrigen Preises für ein AMOLED-Display mit 4 Zoll entschieden hat, allerdings bringt die niedrige Auflösung von 800 x 480 Pixel in Verbindung mit der Pentile-Matrix deutliche Nachteile bei der Darstellung feiner Inhalte wie etwa Schrift. Dabei lassen sich dann deutliche Ausfransungen erkennen. Im Gegenzug brilliert das Display mit kräftigen Farben und hervorragendem Schwarzwert.
Multimedia: Kamera, Musik und Speicher
Ein echtes Multimedia-Monster ist das Alcatel One Touch Star im Test nicht - dafür sind Speicher und Display einfach zu klein und die Kamera ist weit davon entfernt, mit ihren 5 Megapixel neue Rekorde aufzustellen. Das erwartet wohl auch bei derzeit etwa 180 Euro niemand. Das größte Problem könnte dabei vor allem der nur 4 Gigabyte kleine interne Speicher machen, schließlich werden die meisten Apps dort abgelegt und ab Werk sind davon ohnehin nur noch 1,85 Gigabyte frei verfügbar. Zur Auslagerung von Musik, Fotos und Filmen lassen sich hingegen Speicherkarten nutzen.
Die Kamera ist Mittelmaß | (c) Areamobile
Die Kamera des Alcatel One Touch Star bietet im Test qualitativ Mittelklasse, allerdings erst, wenn man die Einstellungen anpasst. Denn bei uns war etwa die ISO-Einstellung nicht auf Automatik gesetzt und zudem gibt es eine nicht voreingestellte Szenenautomatik und den Aufnahmemodus "Beste Qualität". War das Star nicht automatisch versucht, Fotos in bestmöglicher Qualität zu knipsen, dürfte wohl für immer ein Geheimnis der Software-Ingeneure von Alcatel bleiben. Immerhin wird dann die Bildschärfe auf ein akzeptables Maß angehoben, Farben werden intensiv dargestellt, und Bildrauschen wird auch wieder auf ein erträgliches Niveau reduziert.
Bei der Software hätte der Hersteller neben den bereits angesprochenen Unstimmigkeiten aber ohnehin mehr Sorgfalt walten lassen müssen, denn neben Kleinigkeiten wie der Verwechslung der Icons und Benennungen für Panorama- und 360-Grad-Modus ist dieser Photosphere-ähnliche Modus nicht nutzbar, da die auf dem Display gezeigten Pfeile, in die man das Handy für die nächste Aufnahme ausrichten soll, einfach immer nur in eine Richtung weiter gehen. Spätestens senkrecht über Kopf ist allerdings Schluss mit Lustig. Fazit: Nicht zu gebrauchen! Ebenfalls schlecht gelöst: Verlässt man solche Modi, kann man gewöhnlich nicht mehr auf das Kameramenü zugreifen. Da hilft nur ein Neustart der Kamera-App. So viele Fehler haben wir schon lange nicht mehr in einem Teilbereich eines Smartphones gefunden, da ist auch der niedrige Preis keine Ausrede. Ein Update für das Alcatel One Touch Star gab es übrigens zum Testzeitpunkt nicht.
Abstriche muss man auch bei Musik machen. Der Player erfüllt im Test zwar insgesamt seinen Zweck, allerdings fehlen Einstellungsmöglichkeiten am Sound und zumindest mit dem mitgelieferten Headset klingt Musik trotz ausreichendem Grundbass zu steril. Andererseits bietet Alcatel beim One Touch Star in Relation zum Verkaufspreis letztendlich eine befriedigende Leistung.
System: Hardware, Software und Bedienung
Der Dual-Core-Chip des Alcatel One Touch Star ist auf 1 Gigahertz getaktet, das reicht im Alltag fast immer aus. Nur gelegentlich legt das Gerät eine kurze Verschnaufpause ein und "hängt" dann - das kommt aber eher selten vor und liegt dann wohl auch am sehr gering bemessenen Arbeitsspeicher. Gerade einmal 512 Megabyte steckt der Hersteller in das Gehäuse, das merkt man vor allem, wenn mehrere Apps im Hintergrund geöffnet sind. Da stößt dann auch die automatische Speicherverwaltung von Android 4.1.1 Jelly Bean früher an ihre Grenzen, als es dem Intensivnutzer lieb sein dürfte.
Lock-Screen
Intelligente Anpassung des UI
Die Icons sind einheitlich gestaltet | (c) Areamobile
Wer sein Handy allerdings eher moderat nutzt, dem wird das ohnehin nicht auffallen. Und das dürfte auf den Großteil der Käufer, die sich für ein besonders günstiges Einstiegs-Smartphone entscheiden, zutreffen. Die freuen sich dann vielleicht eher über die dezente Oberflächenanpassungen und die Zusatz-Software, die Alcatel auf dem One Touch Star im Test installiert hat. Am auffälligsten sind die Icons der Apps. Sie folgen alle einem Design-Prinzip: Egal, welche Form ein Icon eigentlich hat, auf dem One Touch Star sind App-Symbole immer quadratisch mit starken Rundungen. Das erreicht der Hersteller, indem um alle Icons einfach einen - zur Not - transparenten, quadratischen Rahmen zieht. So sieht das Gesamtdesign sehr stimmig und zusammenpassend aus - ähnlich wie beim iPhone.
Telefon-Funktion, mobiles Internet und Akku-Laufzeit
Auch über die Zusatz-Software dürfen sich Käufer freuen, allen voran der vorinstallierte Akku-Manager. Er bietet verschiedene Modi und Einstellungsmöglichkeiten und hilf, die Laufzeiten spürbar zu verlängern. Ein Dauerläufer ist das Alcatel One Touch Star trotzdem nicht, ganz ohne Kondition kommt das Gerät im Test aber zum Glück auch nicht daher. Die meisten Normalnutzer dürften auf bis zu zwei Tage Laufzeit kommen, mit Hilfe des Akku-Managers auch darüber hinaus. Die Telefonqualität geht in Ordnung, allerdings fehlt es etwas an Klarheit und auch die Lautstärke könnte etwas besser sein. Übrigens: Das LTE und NFC bei dem niedrigen Preis fehlen, sollte klar sein.
Fazit
Vom Hocker haut das Alcatel One Touch Star interessierte Nutzer vor allem wegen des Preises, auch das Design des Geräts ist ansprechend ausgefallen. Der Rest ist - dem Preis geschuldet - zwar nicht schlecht, aber ordnet sich eben allenfalls im Mittelklasse-Bereich ein. Nur die fehlerhafte Software der Kamera fällt aus dem Raster. Dabei machen die Chinesen eigentlich fast alles richtig: Mit dem AMOLED-Display setzen sie das Alcatel One Touch Star von der Billig-Konkurrenz ab, bieten ausreichende Leistung mit einem Dual-Core-Chip und schrauben dezent, aber wirkungsvoll an der UI-Schraube. Wer keine gehobenen Ansprüche stellt, aber trotzdem ein Smartphone haben möchte, das alles wichtige kann, wird hier nicht enttäuscht - trotz nur 4 Gigabyte internem Speicher und 512 Megabyte RAM.
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