{Sony Xperia Tablet Z Test: Superschick und flach wie Holland} Einzelheiten, Testen, Update
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Testüberblick Sony Xperia Tablet Z
Tops und Flops
- Tops
- wasser- und staubdicht (+1.0%)
- sehr edles Design
- ultraflaches Gehäuse
- gute Ausstattung
- Flops
- mittelmäßiger Akku
- gelegentliche Rucker wegen Wigets
Sony Xperia Tablet Z Test: Superschick und flach wie Holland
Mit dem Sony Xperia Z hat der japanische Hersteller einen neuen Design-Weg eingeschlagen, der die eigenen Topprodukte wohltuend von denen der Konkurrenz abhebt. Diesen Weg geht Sony mit dem Xperia Tablet Z konsequent weiter und treibt die Formensprache sogar noch auf die Spitze. Doch wie steht es mit der Technik? Wir geben im Test des Sony Xperia Tablet Z die Antwort.
Design, Verarbeitung und Display
Kantig und elegant, so wirkte das Sony Xperia Z in unserem Test und damals haben wir uns kaum vorstellen können, dass sich dieser Effekt noch steigern lässt. Dass das dennoch funktioniert, zeigt Sony mit dem Xperia Tablet Z, das sehr ähnliche Design-Merkmale aufweist und dennoch nicht nur ein ideenloser Abklatsch ist. Insgesamt gefällt es sogar fast noch besser als das Smartphone, denn während dort die beinahe schon scharfen Kanten dafür sorgten, dass sich das Gerät einfach nicht gerade angenehm in der Hand anfühlte, stört das beim Tablet nicht. Denn das Xperia Tablet Z ist allein schon wegen des 10,1-Zoll-Displays wesentlich größer, so dass man das Tablet meist nicht in einer Hand tragen kann, sondern es unterstützend auf den Knien liegen hat. Dabei stören die Kanten nicht.
Stattdessen beeindrucken die geringe Bautiefe des Sony Xperia Tablet Z im Test von gerade einmal 6,9 Millimeter und das für einen 10-Zöller geradezu federleichte Gewicht von nur 484 Gramm - damit gehört das Sony Xperia Tablet Z zu den dünnsten und leichtesten 10-Zöllern auf dem Markt. Und zu den schicksten ebenfalls. Denn das kantige Design sieht richtig edel aus, die riesige Glasfläche auf der Front wirkt mit ihrem - zumindest in abgeschaltetem Zustand - kaum sichtbaren Rand und der hauchdünnen Schutzkante, die sich rings um das Tablet zieht, sehr edel aus. Dieser Eindruck wird von den Glas-Einlagen an den schmalen Seiten noch verstärkt. Das kennt man bereits vom Smartphone Xperia Z. Im Gegensatz zum Handy setzt Sony bei der Rückseite des Xperia-Tablets nicht auf Glas - nach Angabe des Herstellers hätte das wegen der größeren Fläche zu Stabilitätsproblemen geführt, die man nur mit dickerem Glas hätte ausgleichen können. Dann wäre aber auch das Tablet dicker und schwerer geworden.
Sony Xperia Tablet Z
Kamera
| (c) Areamobile
Das behauptet zumindest Sony, allerdings hat man sich auf der Front auch mit einer relativ dünnen Glasschicht angefreundet, die von einer etwas stabileren Schutzfolie bedeckt ist und für zusätzliche Sicherheit sorgt - darum sollte man die auch nicht wie beim Smartphone Xperia Z abziehen! Welche Gründe Sony auch immer dazu bewogen haben: Die Rückseite des Xperia Tablet Z im Test ist jedenfalls nicht mit Glasoberfläche versehen, sondern mit einer relativ harten Softtouch-Oberfläche. Das tut dem insgesamt edlen Erscheinungsbild aber kaum Abbruch, leider sammeln sich auf der Rückseite genauso viele Fingerabdrücke wie auf der Front. Das schnörkellose Design wird übrigens nicht nur durch das weitestgehende Fehlen von Zierrat verstärkt, sondern von den Schutzkappen, die alle Ein- und Ausgänge des Tablet bedecken. Dadurch wirkt das Xperia Tablet Z im Test noch mehr wie aus einem Guss.
Das hat natürlich nicht nur optische Gründe, sondern liegt wie schon beim Smartphone Xperia Z an der Dichtigkeit gegen Wasser und Staub. Zumindest der Fall in die Badewanne mit kurzem Tauchbad kann dem Tablet nichts anhaben, größere Tiefen als 1 Meter oder längere Tauchphase als 1 Stunde sorgen dann aber auch beim Xperia Tablet Z für den schnellen Tod. An der Verarbeitung gibt es übrigens auch kaum etwas auszusetzen, lediglich leicht unterschiedliche Spaltmaße rings um das Display lassen sich erkennen - zumindest bei genauerem Hinsehen.
Apropos Display: Sony baut einen Touchscreen mit einer Auflösung von scharfen 1.920 x 1.200 Pixel ein, das Seitenverhältnis beträgt 16:10. Damit kommt man zwar auf dem Papier nicht an iPad oder Nexus 10 heran, im Alltag macht das aber gar nichts. Einzelne Pixel lassen sich allenfalls erahnen und dafür muss man das Tablet aber auch schon unnatürlich nah vor die Augen halten. In puncto Schärfe und dank Bravia-2-Engine auch Farben und Kontrasten liegt das Sony Xperia Tablet Z auf sehr hohem Niveau. Ebenfalls sehr gut: die Blickwinkelstabilität. Zwar sinkt dann die Leuchtkraft etwas, allerdings sind Inhalte immer noch hervorragend ablesbar.
Homescreen
Browser | (c) Areamobile
Kamera, Musik, Multimedia und Video
Sony setzt beim Xperia Tablet Z auf zwei Kameras: Eine Optik mit 8 Megapixel auf der Rückseite und eine mit 2 Megapixel auf der Vorderseite. 8 Megapixel ist allerdings nur der technische Maximalwert, verwendet man etwa die sogenannte "überlegene Automatik", wird die maximale Auflösung auf 7 Megapixel reduziert. Das ist aber eh egal, denn so richtig können Fotos mit dem Xperia Tablet Z im Test nicht überzeugen, denn dafür fehlt es an Bildschärfe und das Bildrauschen ist auch zu sehr zu sehen - trotz Exmor-RS-Chip. Der einfachere Exmor-R-Chip für die Frontkamera macht da seine Sache schon besser - hauptsächlich, weil an ihn auch keine großen Ansprüche gestellt werden, schließlich wird diese Kamera überwiegend für Videochats benötigt. Beide Optiken erfüllen also ihren Zweck, die Hauptkamera kann aber mit guten Handykameras nicht mithalten.
Die Lautsprecher des Sony Xperia Tablet Z liegen ebenfalls eher auf gutem Handy-Niveau, für ein Tablet ist das aber etwas zu wenig. Denn spätestens seit dem iPad erwartet man einfach etwas mehr Volumen und kein Übersteuern auf höherer Lautstärke - beides fällt beim Sony-Tablet negativ auf. Das ist nur logisch und ein Resultat der ultraflachen Bauweise und ähnlich wie bei LED-Fernsehern sollte auch bei einem so dünnen Tablet niemand Sound wie aus der heimischen Hifi-Anlage erwarten. Wer allerdings auf ein Headset spekuliert, wird enttäuscht, denn im Lieferumfang liegt keins dabei. Wegen der Abdeckungen über dem Kopfhöreranschluss wird man vermutlich früher oder später genervt vom ständigen Rumgefummel sein, doch auch das ist ein Preis, den man für die Wasserfestigkeit zu zahlen bereit sein muss und sich vorher denken kann.
Sony Xperia Tablet Z Unboxing | (c) Areamobile
Am Sound selbst gibt es dann aber nichts mehr auszusetzen, denn dank zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten wie Clear Audio, ClearBass sowie einem 5-Band-Equalizer dürfte jeder Nutzer auf seine Kosten kommen - auch, wenn im Test des Sony Xperia Tablet Z nicht jede der Einstellungsmöglichkeiten auch tatsächlich hörbare Unterschiede oder gar Verbesserungen bot. Bei Videos gibt es dank des hervorragenden Displays am Bild nichts auszusetzen, der Sound sollte aber wegen der bereits erwähnten Schwächen nur in Ausnahmesituationen über die Lautsprecher des Xperia Tablet Z ausgegeben werden.
System: Hardware und Bedienung, Connectivity und Synchronisation
Qualcomm Snapdragon S4 Pro mit 1,5 Gigahertz und 2 Gigabyte RAM - klingt wie das Smartphone Xperia Z, trifft aber auch auf das Tablet im Test zu. Und daher ist die Bedienung auch ziemlich identisch - im positiven, aber auch im negativen Sinne. Denn während das Xperia Tablet Z eigentlich immer Leistung im Überfluss hat, kann man leider trotzdem immer wieder auf dem Homescreen leichte Ruckler finden - und zwar immer dann, wenn eines der wenigen Widgets gerade aktualisiert wird. Tatsächlich ist das halb so schlimm, denn das legt sich auch schnell wieder, aber es passt einfach nicht zum schicken Erscheinungsbild des Tablets und so sorgt Sony auch nicht gerade dafür, dass die Lästereien von Fans anderer Marken aufhören - schließlich haben sie in Bezug auf Ruckler recht, auch wenn das nicht an zu schwacher Hardware liegt. Das belegen auch Benchmarks wie 3DMark, in dem das Tablet respektable 5.500 Punkte erreicht.
Bei der Software für das Xperia Tablet Z setzt Sony auf Android 4.1 Jelly Bean, darüber stülpt der Hersteller seine eigene Nutzeroberfläche. Das klingt allerdings umwälzender, als es tatsächlich ist, denn bis auf wenige Unterschiede ähnelt sie durchaus dem Android, was Google auf seinem Nexus 10 installiert. Der größte Unterschied besteht neben den bereits erwähnten, zu gelegentlichen Haklern führenden Widgets vor allem in der Leiste am unteren Display-Rand und auch in der oberen Leiste. Denn unten findet man wie bei der älteren Tabletversion Android 3.0 die typischen Android-Tasten wie Homescreen und Zurück, außerdem unten rechts Akkustand und uhrzeit. Hier kann man bei Bedarf auch weitere Informationen per Fingertipp aufrufen.
Systeminfos
Virtuelle Tastatur | (c) Areamobile
Spannender sind hier aber die Mini-Apps, die man in frei definierbaren Fenstern auf den Homescreen des Sony Xperia Tablet Z legen kann - leider nicht mehrere gleichzeitig. Und zu guter Letzt bietet auch die obere Leiste links die Möglichkeit, Schnellzugriffe zu definieren und Ordner abzulegen. Gute Arbeit leistet Sony auch bei der Zusatz-Software. Neben etwa der ansprechenden Walkman-App bietet der Hersteller so auch eine Fernbedienungs-App, mit deren Hilfe das Tablet im Zusammenspiel mit dem Infrarot-Sender zur Universalfernbedienung wird. Ganz so umfassend wie auf dem Smartphone HTC One ist auf dem Sony-Tablet diese Funktion aber (noch) nicht.
Akkulaufzeit
6.000 mAh klingen auf den ersten Blick nach viel Akkuleistung, im direkten Vergleich zu anderen Tablet-Größen fällt das aber eher spärlich aus. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass das Sony Xperia Tablet Z in diesem Bereich nur Mittelmaß bietet. Wer das Tablet unterwegs zum Dauer-Surfen nutzen will, dürfte enttäuscht werden: Viel mehr als etwa 6 Stunden sind dann nämlich nicht drin. Bei normaler Nutzung - und Tablets mit 10 Zoll werden ohnehin hauptsächlich abends zuhause auf der Couch verwendet - hält das Gerät aber durchaus bis zu einer Woche durch - das ist Standard-Niveau.
Sony Xperia Tablet Z | (c) Areamobile
Fazit
Design ist zwar immer Geschmackssache, aber wir lehnen uns wohl nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass das Sony Xperia Tablet Z im Test das derzeit schickste Tablet auf dem Markt ist. Zwar punkten andere Geräte teilweise mit der edleren Materialwahl wie Aluminium, doch insgesamt wirken nur wenige Tablets so elegant wie das Sony-Modell. Erkauft wird das mit einem mittelmäßigen Akku und einem hohen, aber durchaus noch angemessenen Preis von etwa 630 Euro für die Topausstattung mit LTE und 3G. Negativ fällt hingegen das gelegentliche Ruckeln auf, das wie eh und je nicht von zu schwacher Hardware kommt, sondern von der immer noch nicht ganz rund laufenden Sony-Oberfläche und ihren Widgets. Insgesamt liefert der Hersteller ein sehr gutes Android-Tablet ab, das Design vor Akkuleistung setzt und noch etwas mehr Feinschliff bei der Nutzeroberfläche vertragen könnte.
Testwertung Sony Xperia Tablet Z
Stefan Schomberg + ,
Ich habe dieses Handy / konnte dieses Handy testen, und bin der Meinung:
(Beschreiben Sie das Handy mit einem Satz)
Neueste Lesermeinungen
Gesamteindruck 85% Empfehlung ja
Bewertet am 16.06.2013
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